Ehemalige Synagoge

1913 nach Plänen der Architekten Theodor Schreier und Viktor Postelberg erbaut, wurde die Synagoge in der Reichspogromnacht (9./10. November 1938) schwer beschädigt. Nach 1945 wurde das Gebäude an die IKG Wien zurückgegeben – eine IKG St. Pölten existierte nicht mehr. Das einstmals blühende jüdische Gemeindeleben in St. Pölten war restlos vernichtet, nur wenige Überlebende kehrten nach St. Pölten zurück.

Im Sommer 1980 begannen aufwändige Renovierungsarbeiten, weil ein Verkauf oder Abriss des verfallenden Gebäudes aus Denkmalschutzgründen nicht in Frage kam. Da die Schablonen für die Muster der Wandmalerei in der Kuppel wiedergefunden wurden, konnte diese in aller Pracht wiederhergestellt werden.
Bei der Renovierung wurden allerdings das rituelle Handwaschbecken und die Stufen vor dem Toraschrein abgetragen sowie die hebräischen Verse in den Medaillons nicht rekonstruiert. Die bunten Jugendstil-Glasfenster waren unter den damaligen Gegebenheiten nicht mehr zu retten.

Im Kantorhaus befindet sich seit 1988 das Institut für jüdische Geschichte Österreichs, welches den Synagogenraum für Veranstaltungen nutzt.

Heute ist die Ehemalige Synagoge eine Gedenkstätte, die an eine lebendige jüdische Gemeinde vor 1938 und an deren Zerstörung durch die Nationalsozialisten erinnert.

Öffnungszeiten (September – Juni)
Eingang: Lederergasse 12
Mo–Fr von 9.30–13.00 Uhr
Anfragen bitte per |mail: an das Büro|

Zusätzliche Öffnungszeiten (Juni – September)
Eingang: Dr. Karl Renner-Promenade 22

jeweils Sonntags, von 15–20 Uhr

Eintritt frei, Spenden erbeten
Führungen für Schulklassen kostenlos

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