Veranstaltungen

Bruch und Brücke. Niederösterreich und „seine“ Juden 1922–2022

Ausstellung
Ehemalige Synagoge St. Pölten, Dr. Karl Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten

Öffnungszeiten der Ausstellung
6. Mai–1. Oktober 2022, Fr–So, 14.00–19.00
Anmeldungen für Besuche außerhalb der Öffnungszeiten: |mail: office@injoest.ac.at

Schließtage: 20.-21.5.2022 / 27.5.2022 / 16.07.2022
Verkürzte Öffnung 14-17 Uhr: 12.6.2022 / 19.6.2022

mehr...

Anhand der St. Pöltner jüdischen Familie Löw zeigt die Ausstellund die letzten 100 Jahre aus jüdischer Perspektive. Zehn Stationen bringen einerseits das Wirken vieler Jüdinnen und Juden für ihre Heimatgemeinden und den brutalen Bruch durch Vertreibung und Ermordung näher. Andererseits zeigen sie den vorsichtigen Brückenschlag zwischen den Vertriebenen und Nachkommen und ihren Herkunftsorten, den das Land NÖ durch seine Förderung von Forschung zur jüdischen Geschichte und von Zeichen der Gedenkkultur ermöglicht.

Idee: Martha Keil | Kurator: Christoph Lind | Gestaltung: Renate Stockreiter

...weniger

 
© Renate Stockreiter

Mobile Menschen, Gegenstände und Erinnerung in der jüdischen Geschichte Österreichs

26. April/3./10./17./24. Mai 2022
Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
Praterstern 1, 1020 Wien

Vortragsreihe am Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung 2022
Konzept: PD Dr. Martha Keil

mehr...

Mobilität aus den unterschiedlichsten Motiven ist eine Grundkonstante der Geschichte und unfreiwilliges Unterwegssein, Flucht und Vertreibung kennzeichnet insbesondere auch die jüdische Geschichte. Mit den Menschen bewegen sich ihre Dinge, sie werden mitgenommen, zurückgelassen, geraubt oder zweckentfremdet und mittels Fotos, Erwähnungen und Ersetzen in Erinnerung gerufen. Die Vortragsreihe behandelt diese Themen in einem langen Zeitraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

26.4. Birgit Wiedl
Essende, fahrende und liegende Pfänder. Das Pfand als mobiles Objekt im Rahmen jüdisch-christlicher Kontakte

3.5. Martha Keil
Besamimbüchse mit Kreuz? Christliche Objekte mit – wahrscheinlich – jüdischer Geschichte im Mittelalter

10.5. Christoph Lind
Mazzoth, Fleisch und Wein. Koscherer Versandhandel im k. u. k. Wien

17.5. Philipp Mettauer
Materialisierte Erinnerung. „Arisierung” und die Bedeutung der Dinge im Exil

24.5. Merle Bieber
Ein Steirerhut in Edinburgh. Trachtenmode zwischen Verfolgung, Identität und Erinnerung

Zur |Anmeldung|

...weniger

 

Schnitzler im Gemeindebau. Das jüdische Währing. Blüte – Vernichtung – Gedenken

Ausstellung

Mo–Fr 8:00–15:30, Do 8:00–17:30
Samstag, 11:00–17:00: 28.5.2022
Offener Mittwoch (Eingang Währinger Straße 124), 17.00-20.00: 18.5.2022
Amtshaus Währing, Festsaal, 18., Martinstraße 100 - verlängert bis 31. August 2022

Kuratorin: Martha Keil | Gestaltung: Renate Stockreiter

 
Copyright Martha Keil und Renate Stockreiter

Veranstaltungsreihe „Dinge – Menschen – Geschichten“

An Mittwochen jeweils von 18:00–19.00 Uhr: 18.5., 15.6.

Kuratorin Martha Keil und Gäste

18.5.: Filipp Goldscheider: Die Keramikmanufaktur Goldscheider in der Staudgasse 7-9
15.6.: Brigitte Ungar-Klein: U-Boote, Gemeindebauten und der Onkel im Tempelchor

Anmeldung unter |mail: post@bv18.wien.gv.at| oder Tel.:01/4000/18117!

Bisherige Veranstaltungen:

mehr...

- 15.12.2021: ABGESAGT
- 19.1.2022: Elizabeth Baum-Breuer, Kathrin Pokorny-Nagel: Die Familie Mautner und das Geymüller-Schlössel
- 16.2.2022: Ronny Zuckermann: Die Maschinenfabrik Moritz Zuckermann’s Witwe
- 16.3.2022: ABGESAGT
- 20.4.2022: Susanne Schober-Bendixen, Jennifer Kickert: Die Familie Redlich und der Währinger jüdische Friedhof

...weniger

 

Denkmal für die 1938 bis 1945 vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien

Donnerstag, 19.5.2022, 17:00 Uhr
Stiege 2, 1. Stock, neben dem Hörsaal 41, Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Feierliche Eröffnung des Denkmals, welches unter Mitwirkung von Martha Keil in Beirat und Jury verwirklicht werden konnte.

mehr...

An der Universität Wien wurden mit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus 1938 rund 3.000 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität entlassen und in der Folge vertrieben und/oder ermordet – darunter auch 120 Studierende und acht Lehrende des Fachs Geschichte. Die heutigen historischen Institute der Universität Wien stellen sich ihrer Geschichte, indem sie an dieses Unrecht erinnern und ein Denkmal („Wenn Namen leuchten”, künstlerisches Konzept: Iris Andraschek) vor dem zentralen Hörsaal für Geschichte-Studierende errichten, auf dem alle entlassenen, vertriebenen und entrechteten Frauen und Männer nicht nur kollektiv, sondern individuell, namentlich, erinnert werden. Sie werden Teil des kollektiven Gedächtnis- und Erinnerungsraumes der heutigen
Universität, der heutigen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden. Das Denkmal ist für Gegenwart und Zukunft als Erinnerung gedacht und zugleich als Mahnung an die Angehörigen der Universität: „Wehret den Anfängen!”

Anmeldungen bitte bis 16. Mai 2022 an: |mail: sabine.koch@univie.ac.at|
Weiteren Informationen finden Sie |online|.
Gleichzeitig dürfen wir auf das Erscheinen der |Begleitpublikation |hinweisen.

Es gelten die aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmen der |Universität Wien|.

...weniger

 

The Lower Austrian Psychiatric Hospital Mauer-Öhling during the National Socialist Era

Vortrag von Philipp Mettauer

26.5.2022, 14-14:30 Uhr
Karl-Franzens-Universität, Kultum, Mariahilferplatz 3, Graz

International Conference on Camps, (In)justice and Solidarity in the Americas. Commemoration of the 20th Anniversary of the Guantánamo Bay Detention Camps.

|Weitere Informationen|

 

Nathan 575

eine Veranstaltung im Rahmen des |Erinnerungsbüros| des Landestheaters Niederösterreich in der Ehemaligen Synagoge
St. Pölten, Dr.-Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten

Premiere Fr 27.05.22, 19:30
Di 31.05.22, 19:30

Karten: € 13,–
Reservierung: Kartenbüro St. Pölten: 02742 90 80 80 600 oder |mail: karten@landestheater.net|

„Nathan 575“ ist eine besondere Art der theatralen Geschichtsaufarbeitung. In der Ehemaligen Synagoge St. Pölten, dem zentralen Ort des früheren jüdischen Lebens der Stadt, entsteht eine temporäre Bühne.

mehr...

Der renommierte und vielfach ausgezeichnete Filmemacher und Regisseur Ludwig Wüst und seine künstlerische Partnerin Maja Savic bringen mit drei Schauspieler*innen und dem Akkordeonisten Helmut Thomas Stippich Szenen aus G. E. Lessings „Nathan der Weise“ mit den Stimmen jüdischer Zeitzeug*innen aus Niederösterreich in einen Dialog. Sie berichten aus Originaldokumenten wie Briefen und Tagebüchern, und geben Auskunft darüber, wie Jüdinnen und Juden den aufkommenden Nationalsozialismus, die Jahre der Flucht und das Schicksal ihrer Verwandten erlebt haben. Der persönliche Blick der Zeitzeug*innen macht die Dringlichkeit der Lessing’schen Ideale von Toleranz und Aufklärung spürbar und verbindet sie mit Bildern unserer Gegenwart von zerstörerischer Machtpolitik, Flucht und Krieg.

Konzept, Raum und Inszenierung Ludwig Wüst und Maja Savic
Musik Helmut Thomas Stippich
Mit Tobias Artner, Emilia Rupperti, Helmut Thomas Stippich, Helmut Wiesinger

...weniger

 
Ankündigung "Nathan 575"

Ärzte und andere Täter*innen. Die NS-„Euthanasie“-Morde in der „Heil- und Pflegeanstalt“ Mauer-Öhling

Vortrag von Philipp Mettauer

2.6.2022, 15:30-17 Uhr
Depot, Breitegasse 3, Wien

Biographien als Sonden der Transformation? „Agency“ der NS-Täter:innen nach 1945 in Österreich, der Bundesrepublik und der DDR.
Veranstaltet vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien

 

Tag des offenen Steinbruchs

3. 6. 2022
Ab 15:00, Stein-Werk-Arena

Wir stellen die Geschichtswerkstatt und das Projekt am historischen Ort vor und informieren über die Geschichte des Steinbruchs. Wir laden ein, Erinnerungen an den Steinbruch mitzubringen – wir sammeln Geschichten, Fotos, Erinnerungsstücke.

Informationen: |Spuren lesbar machen|

 

„Zedaka“ (hebräisch: Gerechtigkeit) – Jüdische Wohlfahrt und Armenfürsorge bis 1938

31. Internationale Sommerakademie

6. – 8. 7. 2022
Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Das Programm finden Sie |hier|!

 
© Renate Stockreiter