European Researchers Night 2026
25. September 2026, ab 15 Uhr
Innenstadt & USTP – Hochschule St. Pölten
Die European Researchers Night S.P.A.C.E. landet am Campus und in der Innenstadt St. Pölten und macht Forschung sichtbar. Für einen unvergesslichen Nachmittag und Abend füllt sich St. Pölten mit Performances, Experimenten, Gesprächen und Begegnungen, die Wissenschaft mit Kultur, Kreativität und unserem Alltag verbinden. Auch unser Institut ist mit zwei Angeboten auf der USTP vertreten.
In Zusammenarbeit mit dem Ilse Arlt Institut für soziale Inklusionsforschung der USTP setzen wir uns mit Fluchterfahrungen von Jugendlichen auseinander: Erfahren Sie anhand historischer Quellen mehr über die Schicksale unbegleiteter jüdischer Jugendlicher, die ab 1938 aus Österreich fliehen mussten. Briefe, Fotografien, Tagebücher, Postkarten und Dokumente geben Einblicke in ihre Lebensgeschichten und zeigen, was sie auf ihrer Flucht begleitete. Diesen historischen Quellen werden Gegenstände gegenübergestellt, die unbegleitete Jugendliche auf ihrer Flucht nach Österreich seit 2015 bei sich hatten. Davon ausgehend sind Sie eingeladen, darüber nachzudenken: Was würden Sie selbst mitnehmen, wenn Sie Ihre Heimat überstürzt verlassen müssten?
In einem Quiz zur jüdischen Geschichte und zum Judentum können Sie außerdem ihr (Un-)Wissen testen. Kommen Sie vorbei!
Weitere Informationen: |European Researchers Night 2026|

Opfer. Täter. Daten. Entität, Identität und Dokumentation in der Holocaustforschung und -erinnerung
EHRI-ERIC transnationales interdisziplinäres Seminar von EHRI-AT und EHRI-DE
28. – 30. September 2026, Ehemalige Synagoge St. Pölten
Das Seminar widmet sich der methodischen und ethischen Neuausrichtung der Holocaust-Forschung im digitalen Zeitalter. Die zentrale Frage lautet, wie die historischen Identitäten von Opfern, Tätern und Verfolgten aus fragmentierten Archiven und verstreuten Datensilos in präzise digitale Entitäten übersetzt werden können.
Unter Einsatz innovativer Techniken wie der automatisierten Texterkennung (HTR), der Georeferenzierung (GIS) und datenwissenschaftlicher Methoden werden die Teilnehmer:innen die technischen Möglichkeiten und deren ethische Grenzen erörtern. Das Programm verbindet praktische Einblicke in die Arbeit mit großen Datenbanken persönlicher und dokumentarischer Aufzeichnungen mit grundlegenden Überlegungen zum Datenschutz, zum Schutz der Würde des Einzelnen und zur Verantwortung einer opferzentrierten Erinnerungskultur.
|Programm|
Wir danken EHRI (European Holocaust Research Infrastructure) für die finanzielle Unterstützung, ohne die die Abhaltung des Seminars nicht möglich gewesen wäre. Für die Möglichkeit, die Ehemalige Synagoge St. Pölten als Tagungsort zu nutzen, danken wir ebenso.
Das Seminar ist nicht öffentlich, bei Interesse bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen: |mail: office@injoest.ac.at|


Zweites Forum jüdische Friedhöfe in Österreich
1. Oktober 2026, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge St. Pölten
Die Möglichkeit, die jüdischen Friedhöfe Österreichs mit orts- und sachkundiger Begleitung besuchen zu können, ist so unterschiedlich wie ihr Pflege- und Erhaltungszustand. Es sind vor allem engagierte Freiwillige, Initiativen und Vereine, die sich um diese Vermittlungstätigkeit bemühen, um Zugänglichkeiten wissen (z. B. wer hat den Schlüssel?) und sich in deren Geschichte und die Biografien jener Menschen, die auf ihnen begraben liegen, vertieft haben.
Wir laden diese Freiwilligen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu einem weiteren themenbezogenen zukunftorientierten Austausch ein.
|Programm|
Bei Interesse um 16.30 (vor Beginn des Forums) Führung durch die Ehemalige Synagoge mit Philipp Lenhard. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung per Mail an, ob Sie an dieser Führung teilnehmen wollen.
Aus organisatorischen Gründen ersuchen wir um verlässliche Anmeldung bis 28. September 2026: |mail: office@injoest.ac.at|

Lange Nacht der Museen
1. Oktober 2026, ab 18 Uhr
Ehemalige Synagoge St. Pölten
18.00-22.00: Kleine und große Besucher:innen dürfen sich vom Gebäude und seinen prachtvollen Wandmalereien inspirieren lassen und bei der Kreativstation ihre eigene Tasche mit farbenfrohen Ornamenten gestalten.
18.00-22.00: Fachkundige Kulturvermittler:innen stehen für Fragen zum Haus und zu den Ausstellungen zur Verfügung.
19:30/21:00/22:30: Mobile Forschungsstation Entdecke zwei St. Pöltner Synagoge virtuell: Jüdische Beträume gibt es in St. Pölten seit 1851. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen ist es erstmals möglich, den Bau des ersten Gotteshauses von 1885 zu besuchen und auch einen Eindruck vom ursprünglichen Aussehen des Innenraums des heutigen Synagogengebäudes zu gewinnen. Die virtuelle Reise in die Vergangenheit wird von Expertinnen und Experten betreut und begleitet. Mit Herbert Peter und Katharina Wolf-Scholz von der Akademie der bildenden Künste Wien sowie dem St. Pöltner Stadtarchäologen Ronald Risy.
19.00-23.00: Forschungsstation Finde Deine jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn: Jüdinnen und Juden lebten bis 1938 in vielen österreichischen Dörfern, Gemeinden und Städten. Den Spuren, die sie in der Heimat vor ihrer Vertreibung hinterlassen haben, kann gemeinsam mit Historikerinnen und Historikern nachgeforscht werden. Mit Merle Bieber, Max Dietrich und Christoph Lind vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs.
20.00: Einblicke. Zum Synagogenraum und zu den Ausstellungen: Führung durch die Wechselausstellung „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“ und durch die Dauerpräsentation zur Geschichte des Hauses und der vernichteten jüdischen Gemeinde St. Pöltens.
|Weitere Informationen zur Langen Nacht der Museen!
In Kooperation mit der Ehemaligen Synagoge St. Pölten!

Das Jüdische im Archiv. Historische und aktuelle Perspektiven
22. – 23. Oktober 2026
Monacensia im Hildebrandhaus
Die Tagung richtet den Blick auf die Frage, wie jüdische Geschichte und Kultur im Archiv hervorgebracht wird: durch konkrete Sammlungspraktiken, institutionelle Rahmungen und historisch situierte Deutungsangebote. Die Beiträge analysieren die Entstehung von Archiven und Sammlungen ebenso wie die Narrative, die sie ermöglichen oder begrenzen, und untersuchen deren Einbettung in politische, gesellschaftliche und erinnerungskulturelle Entwicklungen. Archivalität wird dabei als dynamischer Prozess verstanden, der jüdische Geschichte nicht lediglich bewahrt, sondern aktiv formt. Zur Diskussion steht, wie Archive jüdische Erfahrung über historische Zäsuren und räumliche Kontexte hinweg vermitteln und welche Rolle dem Archiv heute in der Aushandlung jüdischer Geschichte und Erinnerung zukommt.
|Weitere Informationen |und |Tagungsprogramm|
Die Tagung ist eine Kooperation von:
- Monacensia im Hildebrandhaus
- Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München
- Institut für jüdische Geschichte Österreichs
anlässlich der Sonderausstellung |Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv|.
Sie wird gefördert von der Alfred Landecker Stiftung, der Kuszner-Stiftung, dem Freundeskreis des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur e. V. an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie den Freunden der Monacensia e.V.

Für Veranstaltungen in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten besuchen Sie bitte |www.ehemalige-synagoge.at| oder direkt bei uns die |Synagogen-Tipps|.