Veranstaltungen

Bruch und Brücke. Niederösterreich und „seine“ Juden 1922–2022

Ausstellung
Ehemalige Synagoge St. Pölten, Dr. Karl Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten

Öffnungszeiten der Ausstellung
6. Mai – 1. Oktober 2022, Fr–So, 14.00–19.00
Anmeldungen für Besuche außerhalb der Öffnungszeiten: |mail: office@injoest.ac.at

mehr...

Anhand der St. Pöltner jüdischen Familie Löw zeigt die Ausstellund die letzten 100 Jahre aus jüdischer Perspektive. Zehn Stationen bringen einerseits das Wirken vieler Jüdinnen und Juden für ihre Heimatgemeinden und den brutalen Bruch durch Vertreibung und Ermordung näher. Andererseits zeigen sie den vorsichtigen Brückenschlag zwischen den Vertriebenen und Nachkommen und ihren Herkunftsorten, den das Land NÖ durch seine Förderung von Forschung zur jüdischen Geschichte und von Zeichen der Gedenkkultur ermöglicht.

Idee: Martha Keil | Kurator: Christoph Lind | Gestaltung: Renate Stockreiter

...weniger

 
© Renate Stockreiter

Lange Nacht der Museen

Samstag, 1. Oktober 2022
Ehemalige Synagoge St. Pölten

18.00 Begrüßung durch Landesrat Martin Eichtinger in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

18.10 Nicht nur in St. Pölten. Synagogen in der österreichischen Geschichte. Kurzvorträge von Mitgliedern des Injoest-Teams

  • Eveline Brugger: Prügel in der Synagoge. Die Eskalation eines Streits in der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde von Regensburg
  • Martha Keil: Stibln und Tempel: Gebetsräume und Bethäuser in der „Zwischenzeit“ 1500-1848
  • Benjamin Grilj: Bürokratie im Bet Knesset. Synagoge und staatliche Verwaltung
  • Philipp Mettauer: „Thorarolle: Bestimmungsland Amerika“  

19.30 Jiddische Lieder über die Zeit hinaus

Isabel Frey: Gesang, Gitarre
Benjy Fox-Rosen: Gesang, Kontrabass
Ivan Trenev: Akkordeon 

Das bunte Programm wechselt zwischen traditionellen Liedern, „Greatest Hits“, zeitgenössischen jiddischen Liedern aus der Klezmer-Revival Bewegung sowie eigenen Vertonungen von jiddischer Poesie. Jenseits von Kitsch und Nostalgie schaffen die Musiker/innen so ein musikalisches Erlebnis, in dem Jiddisch nicht Teil einer verlorenen Welt der Vergangenheit, sondern einer lebendigen kulturellen Tradition ist.

21.30 UND 22:30 Ausstellung „Bruch und Brücke. Niederösterreich und ,seine‘ Juden 1922–2022“
Führung mit Kurator Christoph Lind (Treffpunkt: Frauengalerie rechte Seite)

Nicht nur für Kinder: Mach dir einen Synagogen-Button!
Nicht nur für Erwachsene: Orientalische Köstlichkeiten von Lorenz famos!

 
© Injoest/Birgit Wiedl

Vernetzt forschen. Berichte aus der first-Werkstatt

Montag, 3. Oktober 2022, 16 Uhr
Niederösterreichische Landesbibliothek, St. Pölten

Programm:
16:00–16:15 Uhr: Begrüßung
Martina Höllbacher, Leiterin Abteilung Wissenschaft und Forschung, Land Niederösterreich
Roman Zehetmayer, Leiter NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek
Martha Keil & Johannes Pflegerl, Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien (first)

16:15-16:45 Uhr: Janina Böck-Koroschitz, Dieter Bacher: Lager in Niederösterreich als Gegenstand der Forschung anhand des Beispiels der Hachschara-Lager
16:45-17:15 Uhr: Oliver Kühschelm, Jessica Richter & Anne Unterwurzacher: Viele Wege und neue Spuren im Archiv: Migrationsforschung bei first
17:15-17:45 Uhr Thomas Kühtreiber: Klosterhöfe in der Wachau: Regionsbildung durch Weinbau?
ab 17:45 Uhr: Umtrunk

|Hier finden Sie den Prgrammfolder|.

Veranstaltungsort:
Niederösterreichische Landesbibliothek,
Franz-Schubert-Platz 1-4, 3100 St. Pölten

Veranstalter:
Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien (first) in Kooperation mit dem Niederösterreichischen Landesarchiv, dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde und der Niederösterreichischen Landesbibliothek

Anmeldung:
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, um Anmeldung bis zum 26. September 2022 wird gebeten!
Anmeldung unter: Daniela Wagner, |mail: daniela.wagner@donau-uni.ac.at|, Tel.: 02732 893-2553

 
© first/Renate Stockreiter

Gedenken braucht Forschung

Zum Jahrestag der Novemberpogrome

Mittwoch, 9. November 2022, 19 Uhr
Bildungshaus St. Hippolyt

  • Martha Keil und Franz Moser: Begrüßung
  • Christoph Lind: Publikation zur Ausstellung „Bruch und Brücke“
  • Martha Keil: Steine der Erinnerung 2022
  • Philipp Mettauer: Citizen Science-Projekt zu NS-Lagern in Niederösterreich

Anschließend können bei den Steinen der Erinnerung in der Innenstadt Grablichter entzündet und weiße Rosen gelegt werden.

Veranstaltet vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs. Die Teilnahme ist kostenlos.

Information und Anmeldung: |mail: office@injoest.ac.at,| 02742 77171-0 (Mo-Fr 9:30-13:00 Uhr)
Memorbuch: |www.juden-in-st-poelten.at|

 
Stein der Erinnerung in St. Pölten © Bernadette Dewald/Injoest