Veranstaltungen in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten

Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich

15. April bis 15. November 2026
In jedem Toraschrein einer Synagoge stehen mindestens drei große Pergamentrollen, aus denen im Gottesdienst der jeweilige Wochenabschnitt der Tora, der Fünf Bücher Moses, gelesen wird. Als heilige Gegenstände werden sie mit bestickten Hüllen geschützt und mit einer Krone oder Aufsätzen und einem Schild geschmückt – so auch in den etwa 25 Bethäusern, die in Niederösterreich existierten. Was ist mit diesen vielen kostbaren Dingen geschehen?

Die Ausstellung zeigt sieben Ritualobjekte aus niederösterreichischen Synagogen und erzählt ihre Geschichten. Sie wurden entweder rechtzeitig vor den Novemberpogromen 1938 nach Wien gebracht oder gelangten als Raubgut in den Handel und wurden von Sammlern oder Museen erworben. Die meisten Judaica wurden jedoch zerstört oder blieben verschwunden, nur noch Fotos und Dokumente beweisen ihre Existenz. Auch sie werden, soweit noch möglich, in der Ausstellung sichtbar gemacht. Eine Medienstation mit 3D-Rekonstruktionen der zerstörten Synagogen Niederösterreichs zeigt die einstigen Orte geraubter Heiligkeit.

 

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Wien

Kuratierung und Texte: Martha Keil
Gestaltung: Renate Stockreiter

 
 
Toraschrein in der Seitenstettengasse Wien mit geschmückten Torarollen. © IKG Wien, Foto Schmiedl

Jewish Weekends

22.–23. Mai & 5.–6. Juni 2027

Programmdetails und Kartenvorverkauf ab Februar 2027: |Ehemalige Synagoge St. Pölten|

 
David Krakauer und Moritz Weiß & Styrian Klezmore Pocket Band © Sascha Osaka / Jewish Weekends