Neuerscheinungen

Für Kaiser und Vaterland. Jüdische und nichtjüdische Erfahrungen im Ersten Weltkrieg

Reihe: Juden in Mitteleuropa, Ausgabe 2017. 76 Seiten, 8,– Euro, erhältlich im ausgewählten Buchhandel oder per |mail: direkt bestellen|.

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Der Erste Weltkrieg nahm im Familiengedächtnis vieler Jüdinnen und Juden jahrzehntelang einen zweitrangigen Platz ein. Das Erinnern an im Feld gefallene Familienmitglieder, an Flucht, Vertreibung, Hunger und Verlust war durch die Katastrophe der Shoah über­lagert worden. In den letzten Jahren gelangte durch die Beschäftigung mit Materialien aus Familienarchiven – Feldpostbriefe, Tagebücher und Fotos – der „Große Krieg“ verstärkt in das familiäre wie auch öffentliche Bewusstsein. Das vorliegende Heft möchte mit seiner Themenwahl unterschiedliche Aspekte jüdischer und nichtjüdischer Erfahrungen in diesen vier Kriegsjahren näher beleuchten.

Inhalt

  • Erwin Schmidl Jüdische Soldaten der k.u.k. Armee und ihr Einsatz im Nahen Osten während des Ersten Weltkrieges
  • Alma Hannig „Es war sehr nothwendig, dass ich alles mit eigenen Augen sehe.“ Der Maler Maximilian Liebenwein im Ersten Weltkrieg
  • Benjamin Grilj Jüdische Soldaten in den russischen Armeen. Rekrutierung, Aufstieg und Marginalisierung
  • Sabine Hank Quellen zum Kriegseinsatz deutscher Juden 1914–1918 im Archiv der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
  • Gerald Lamprecht Jüdische Kriegserinnerung während und nach dem Ersten Weltkrieg
  • Christoph Lind Koscher im Krieg. Die Versorgung des jüdischen Wien mit ritueller Kost (1914–1918)
  • Clemens Ableidinger „Die religiösen Pflichten ihrer Confession“ Jüdinnen und Juden in der Kaiser Franz Joseph-Landes-Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling 1914–1918
  • Martha Keil Forschung in Kooperation: first – Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien

 

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Fremd/Vertraut. Zur Geschichte der Juden in Österreich

Hg. von Martha Keil = Österreich. Geschichte, Literatur (ÖGL), hrsg. vom Institut für Österreichkunde, 61/2 (2017), 200 S.
Zu bestellen beim |Institut für Österreichkunde| oder direkt per |mail: bei uns.|

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Inhalt

  • Birgit Wiedl, Wo Juden wohnen. Die Entwicklung jüdischer Ansiedlung vom Mittelalter bis 1867 
  • Eveline Brugger, Geschützt, geschätzt, verfolgt. Jüdisches Leben innerhalb der christlichen Gesellschaft im Mittelalter
  • Martha Keil, Responsen, Predigten, Memorbücher. Hebräische Quellen aus dem frühneuzeitlichen Wien
  • Dieter J. Hecht, „Die Zionsstraße von Neu-Jerusalem“? Das soziale Inlusionsmodell der Wiener Ringstraße
  • Christoph Lind, Gott, Kaiser, Vaterland! Österreich-Ungarns Feldrabbiner im Ersten Weltkrieg
  • Philipp Mettauer, „Das ist gewöhnlich die letzte Station.“ Die „Judenumsiedlung“ in Wien 1938–1942
  • Marianne Windsperger, Zwischen Ringstraße, Mazzesinsel und Simmering. Die Gegenwartsliteratur als Archiv jüdischer Geschichte in Österreich
  • Hans-Jürgen Schrader, Haim Schneider – Erinnerung an einen Jerusalemer Lyriker in Wien

 

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Drei Generationen. Shoah und Nationalsozialismus im Familiengedächtnis

Hg. von Martha Keil und Philipp Mettauer
Schriftenreihe des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs, Band 2
Studienverlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2016

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Den ehemaligen Mitgliedern der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ stand es weitestgehend offen, sich mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen oder darüber hinweg zu sehen. Für die verfolgten Jüdinnen und Juden, für ihre Kinder, Enkel und Enkelinnen hingegen war und ist es unvermeidbar, sich mit ihrer Familiengeschichte auseinanderzusetzen.
Die in diesem Band versammelten Beiträge nähern sich der Problematik der Nachkommen einerseits von Überlebenden und Opfern der Shoah sowie der rechtzeitig Geflohenen, andererseits von Täterinnen, Tätern und Mitläufern an. Fragen der transgenerationalen Weitergabe sowohl von Trauma als auch von Ressourcen, Formen der Auseinandersetzung und Reflexion, Strategien der Verarbeitung bzw. Verdrängungsphänomene werden nicht nur auf wissenschaftlicher und gesellschaftlicher, sondern auch auf sehr persönlicher Ebene diskutiert. Der Tagungsband, hervorgegangen aus der 23. Internationalen Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs 2013 in Wien, vereint neue Forschungsergebnisse aus historischen, psychoanalytischen, therapeutischen, psychologischen, künstlerischen sowie literatur- und bildungswissenschaftlichen Perspektiven.

Inhaltsverzeichnis

  • Philipp Mettauer, Vorwort und persönlicher Zugang
  • Philipp Mettauer, Entwurzelt? Erzwungene Emigration im Familiengedächtnis
  • Lenka Šindelářová, Meine persönliche erste Generation
  • Philipp Mettauer, Deportationen und Konzentrationslager im Familiengedächtnis
  • Nina Flurina Caprez, Leben „dank“ der Shoah. Spuren der Verfolgung bei einer Überlebenden und ihrer Enkelin
  • Marianne Windsperger, Generation 3.0: Narrative der dritten Generation. Eine Bestandsaufnahme
  • Nicole L. Immler, Gefühltes (Un-)Recht im Familiengedächtnis. Zum Aspekt der „Generation“ in der Entschädigungspolitik
  • Christian Klösch, Nationalsozialismus im Familiengedächtnis. Beispiele aus Familien von Vertriebenen, Kriegsgefangenen und Wehrmachtssoldaten
  • Jürgen Müller-Hohagen, Seelische Auswirkungen der NS-Zeit bei Nachkommen von Tätern und Mitläufern
  • Margit Reiter, Die Shoah im Familiengedächtnis. Transgenerationelle Tradierung von Antisemitismus auf die „Kinder der Täter“
  • Iris Wachsmuth, Der Dialog über die Shoah in Familien von Täter(inne)n und Mitläufer(inne)n
  • Jo Schmeiser, „Oma war ein Nazi“– Wie (an)erkennen Frauen die NS-Verstrickungen ihrer Großmütter?
  • Kurt Grünberg/Friedrich Markert, Todesmarsch und Grabeswanderung – Szenisches Erinnern der Shoah. Ein Beitrag zur transgenerationalen Tradierung extremen Traumas in Deutschland
  • Julia Demmer, Das Familiengedächtnis im öffentlichen Austausch. Intergenerationale Kommunikationsprozesse bei Zeitzeug(inn)engesprächen
  • Daniel Wutti, Retraumatisierung und Reinszenierung. Kärntner SlowenInnen im und nach dem Nationalsozialismus
  • Autorinnen und Autoren                                                                             

 

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Quellen zur jüdischen Geschichte Niederösterreichs

Die Vorträge des 33. Symposions des NÖ Instituts für Landeskunde gemeinsam mit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs. St. Pölten, 19.-20. November 2013. Hg. von Martha Keil und Elisabeth Loinig (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde. Hg. von Elisabeth Loinig und Reinelde Motz-Linhard, Band 58). St. Pölten 2016.

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Inhaltsverzeichnis

Martha Keil, Zeugen von Gewalt. Mittelalterliche hebräische Fragmente in niederösterreichischen Bibliotheken

Birgit Wiedl, Wer ist Ernustus iudeus? Die schwierige Suche nach Juden in mittelalterlichen Archivbeständen

Eveline Brugger, Daz her Chalhoh von Eberstorf gelten sol Lebmanne dem Juden. Das Archiv der Herren von Ebersdorf als Fundgrube für die mittelalterliche jüdische Geschichte

Elisabeth Loinig, Toleriert oder Abgewiesen. Die Niederösterreichische Regierung und die Juden in WIen im 18. Jahrhundert – Argumentationsmuster, Strategien und Entscheidungsfindung zwischen Normen und Werten

Christoph Lind, Tolerierte, Wanderhändler, „Illegale“. Juden in Niederösterreich vor 1848

Iris Palenik, Die vergessene „erste“ Migration. Die Einwanderung nach Österreich von 1848 bsi 1921 in jüdischen Lebenserinnerungen

Philipp Mettauer, „Da Sie jüdischer Abstammung sind, halte ich Sie nicht für geeignet, in einem kulturvermittelnden Beruf tätig zu sein." – Quellen zum Buchhandel in der NS-Zeit

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