Neuerscheinungen

Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich

Band 4: 1387-1404
Eveline Brugger, Birgit Wiedl. Hg. vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs. StudienVerlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2018
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Das reichhaltig überlieferte Quellenmaterial zur Geschichte der Juden Österreichs gibt Aufschluss über die wirtschaftliche, rechtliche und soziale Situation der Juden sowie über den Umgang der christlichen Umwelt mit ihnen.

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Die Quellen dieses Bandes dokumentieren den landesfürstlichen Druck auf die Juden, vor allem in Form finanzieller Ausbeutung, sowie die seit der Pestzeit ersten offenen Verfolgungen auf heute österreichischem Gebiet. Darüber hinaus lassen sich die vielfältigen alltäglichen jüdisch-christlichen Interaktionen sowie die Lebensumstände der jüdischen Bevölkerung nachvollziehen.

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Steine der Erinnerung in St. Pölten I/2018

Hrsg. vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs. St. Pölten 2018, Eigenverlag, 76 Seiten, ISBN 978 3 9504682 0 5, € 8,- (plus Porto). |mail: Bestellung|

80 Jahre nach dem „Anschluss“, im Jahr 2018, beginnt das Institut für jüdische Geschichte Österreichs gemeinsam mit der Stadt St. Pölten, für die in der NS-Zeit ermordeten St. Pöltner Juden und Jüdinnen „Steine der Erinnerung“ zu setzen. Dieses Büchlein enthält, umrahmt von persönlichen Texten der Angehörigen, die Schicksale von 28 Opfern der Shoah. Die Steinsetzungen werden jedes Jahr fortgesetzt.

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Inhalt

  • Vorwort von Bürgermeister Matthias Stadler
  • „Helle Leuchtfeuer der Erinnerung“. Einleitung von Martha Keil
  • Franziskanergasse 3: Jakob und Stefanie Winterstein
  • Fuhrmannsgasse 15: Rudolf und Emma Kohn
  • Josefstraße 67: Sigmund und Berta Stern
  • Kremser Gasse 9: Heinrich und Hermine Gelb
  • Kremser Gasse 17: Johanna Morgenstern
  • Lederergasse 8: Daniel und Josefine Kerpen, Adolf Weinstein, Benedikt und Aurelia Aranka Süss
  • Rathausgasse 8: Hermann und Irma Löw
  • Rathausplatz 13: Julius und Hildegard Frischmann, Barbara und Geza mit Elfi, Charlotte und Moritz Frischmann, Ella Frischmann

 

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Verwischte Grenzen. Jüdische Identitäten in Zentraleuropa nach 1918

Reihe: Juden in Mitteleuropa, Ausgabe 2017. 80 Seiten, 8,– Euro, erhältlich im ausgewählten Buchhandel oder per |mail: direkt bestellen|

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Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918, der in Nord- und Osteuropa in weitere kriegerische Auseinandersetzungen mündete, manifestierte sich an vielen Orten als revolutionärer Systembruch von der Monarchie zur Republik, der von einer allgemeinen sozialen und ökonomischen Krise begleitet wurde. In den Nachfolgestaaten der ehemaligen Habsburgermonarchie wurden aus dem „Staatsvolk der Juden“ (Joseph Samuel Bloch) nationale oder religiöse Minderheiten, die ihre Position als solche noch zu behaupten hatten. Jüdinnen und Juden waren als Individuen an den Veränderungen und Umbrüchen aktiv beteiligt und/oder passiv davon betroffen. Sie waren in hoher Zahl Opfer von Gewalt und zugleich auch Akteure revolutionären Wandels und demokratischer Neugestaltung.
Das vorliegende Heft beleuchtet unterschiedliche Aspekte der Veränderung, Neuorientierung und Identitätsfindung in dieser Zeit des Umbruchs.

Inhalt

  • Gerald Lamprecht, Der Erste Weltkrieg und die Transformationen jüdischer Geschichte
  • Martha Keil, „Verwischte Grenzen. Jüdische Verortungen nach 1918“. Zur Ausstellung in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten
  • Karen Bähr, Heimkehr und Revolution. Jüdische Soldaten nach dem Ersten Weltkrieg
  • Susanne Korbel, Das letzte Leintuch oder letzte Reisen zwischen Budapest und Wien? Der Erste Weltkrieg und das Repertoire jüdischer Volkssänger und Soubretten
  • Dieter Hecht, Die Sekretärin: Frieda Hudes und das Palästina-Amt
  • Ursula Mindler-Steiner, Von Gewalt geprägt. Zur Situation der jüdischen Bevölkerung im deutschwestungarischen Gebiet nach 1918
  • Martha Keil, Steine der Erinnerung in St. Pölten
  • Sabine Mayr, Stimmen gegen den Nationalismus. Die jüdische Gemeinde in Meran Anfang der 1920er Jahre
  • Kristina Schierbaum, Jüdische Identitäten in Polen 
  • Philipp Mettauer, Die vertriebenen und die verbliebenen Nachbarn (Injoest aktuell)

 

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Fremd/Vertraut. Zur Geschichte der Juden in Österreich

Hg. von Martha Keil = Österreich. Geschichte, Literatur (ÖGL), hrsg. vom Institut für Österreichkunde, 61/2 (2017), 200 S. € 7,-
Zu bestellen beim |Institut für Österreichkunde| oder direkt per |mail: bei uns.|

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Inhalt

  • Birgit Wiedl, Wo Juden wohnen. Die Entwicklung jüdischer Ansiedlung vom Mittelalter bis 1867 
  • Eveline Brugger, Geschützt, geschätzt, verfolgt. Jüdisches Leben innerhalb der christlichen Gesellschaft im Mittelalter
  • Martha Keil, Responsen, Predigten, Memorbücher. Hebräische Quellen aus dem frühneuzeitlichen Wien
  • Dieter J. Hecht, „Die Zionsstraße von Neu-Jerusalem“? Das soziale Inlusionsmodell der Wiener Ringstraße
  • Christoph Lind, Gott, Kaiser, Vaterland! Österreich-Ungarns Feldrabbiner im Ersten Weltkrieg
  • Philipp Mettauer, „Das ist gewöhnlich die letzte Station.“ Die „Judenumsiedlung“ in Wien 1938–1942
  • Marianne Windsperger, Zwischen Ringstraße, Mazzesinsel und Simmering. Die Gegenwartsliteratur als Archiv jüdischer Geschichte in Österreich
  • Hans-Jürgen Schrader, Haim Schneider – Erinnerung an einen Jerusalemer Lyriker in Wien

 

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