Neuerscheinungen

Steine der Erinnerung in St. Pölten IV/2021

Hrsg. vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs. St. Pölten 2021, Eigenverlag, 84 Seiten, ISBN 978 3 9504682 3 6, € 8,- (plus Porto). |mail: Bestellung|

Im Jahr 2021 gedachte das Institut für jüdische Geschichte Österreichs gemeinsam der Stadt St. Pölten am 8. Oktober weiteren Shoa-Opfern. An sechs Adressen wurden sieben Steine für elf Personen gesetzt. Dieses Büchlein enthält, umrahmt von persönlichen Texten der Angehörigen, die Schicksale der elf Opfer. Die Steinsetzungen werden jährlich fortgesetzt.

Inhalt

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  • Vorwort von Bürgermeister Matthias Stadler
  • „Es ist unmöglich, mit Worten zu erklären, wie bedeutungsvoll dies ist“. Einleitende Worte von Martha Keil
  • Domgasse 7: Hermann Hersch Gewing und seine Frau Karoline Kreindl
  • Kremser Gasse 5: Sabina Allina
  • Kremser Gasse 26: Julius und Olga Berdach mit Tochter Michaela und Enkelin Agnes Daisy
  • Lederergasse 8: Hans Kerpen
  • Schulgasse 2: Joachim Chaim Willner und seine Frau Ella Rachel
  • Wiener Straße 42: Robert Baruch

 

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Antisemitismus als Code. Forschung – Intervention – Prävention

Reihe: Juden in Mitteleuropa, Ausgabe 2021. 76 Seiten, 8,– Euro (zzgl. Porto). Hier per |mail: zu bestellen|.

Judenfeindliche Codes und Stereotype sind längst in das kollektive Gedächtnis eingegangen und erzeugen unbewusst Wiedererkennung, Vertrautheit und damit eine Bereitwilligkeit zur Rezeption bis hin zur Anerkennung der Faktizität. Diese Phänomene werden einerseits auf wissen­schaftlicher Ebene vorgestellt und diskutiert, andererseits dienen sie als Ansatz für didaktische Programme in unterschiedlichen sozialen Gruppen, von Schulen über Jugendliche und junge Erwachsene bis hin zur Lehrer*innenfortbildung. Die Beiträge erforschen einerseits Judenhass und Antisemitismus in Mittelalter und Gegenwart, andererseits zeigen sie Denkansätze zur Prävention und Intervention bei antisemitischen Haltungen und Handlungen auf.

Inhalt

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  • Martha Keil, „Judenbilder” und Codes – vom Mittelalter bis heute
  • Ute Caumanns, Andreas Önnerfors, „Ritualmord” – konspiratorische Konstante antismitischer Bildcodes vom Mittelalter bis zur Gegenwart
  • Nikolai Schreiter, Israelbezogener Antisemitismus von recht. Projektionen zwischen Ablehnung, Angst und Neid
  • Alexander Winkler, Von „Schuldkult” und „Globalisten”: Antisemitismus im modernisierten Rechtsextremismus in Österreich
  • Werner Dreier, Ein Leserbrief, eine Definition und eine Strategie
  • Axel Schacht, Uneindeutigkeit als herausforderung. Das Lernmaterial „Fluchtpunkte. Bewegte Lebensgeschichten zwischen Europa und Nahost”
  • Linda Sauer, Robert Sigel, Zur Auseinanderstetzung mit Antisemitismen in schulischen und universitären Bildungsprozessen
  • Nathalie Friedlender, Tom Uhlig, Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Erfahrungen aus der Bildungsarbeit
  • Merle Bieber, Injoest aktuell: Liserl bei Großmutter Lina (Juni 1936). Der Bedeutungswanderl mobiler Dinge: Ein Werkstattbericht

 

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