Neuerscheinungen

Dinge bewegen. Mobile Menschen, Gegenstände und Erinnerungen in der jüdischen Geschichte Österreichs

Reihe: Juden in Mitteleuropa, Ausgabe 2022. 92 Seiten, 8,– Euro (zzgl. Porto). Hier per |mail: zu bestellen|.

Mobilität gehört zu den Grundkonstanten menschlichen Daseins und somit aus historischer Sicht zu den wichtigsten individuellen wie gemeinschaftlichen Erfahrungsschätzen, insbesondere auch in der jüdischen Geschichte. Mit menschlichem Ortswechsel, ob freiwillig oder erzwungen, geht die Mobilität von Dingen, Erfahrungen und Erinnerungen einher. Mit diesem Fokus behandeln die Beiträge Aspekte gesellschaftlicher Veränderung, individueller und gruppenspezifischer Identität und der Bedeutung und des Bedeutungswandels von Dingen. In einem historischen Längsschnitt vom Mittelalter bis in die Gegenwart stehen Dinge im Fokus, die bewegt werden, freiwillig, erzwungen, zielgerichtet oder zufällig, aber auch Dinge, die bewegen. Denn die Erfahrungen von Verlust und Erinnerung prägen alle Epochen.

Inhalt

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  •  Martha Keil, Besamimbüchse mit Kreuz? Christliche Objekte mit – wahrscheinlich – jüdischer Herkunft im Mittelalter
  • Eveline Brugger, Den priefen, der wir noch nicht funden haben. Zur Mobilität jüdischer Schuldurkunden
  • Birgit Wiedl, Von essenden, liegenden und fahrenden Pfändern. Das Pfand als mobiles Objekt im Mittelalter
  • Christoph Lind, Koscher auf Rädern. Aspekte „mobiler Kaschrut“ im Habsburgerreich
  • Merle Bieber, Was von dem blieb, was einstens war. Von Dirndln, Fotografien und einem Filzhut
  • Benjamin Grilj, Pässe lesen. Die Flucht der Marianne Frank-Löwy
  • Janina Böck-Koroschitz, Hachschara in Österreich
  • Martha Keil, Bruch und Brücke
  • Philipp Mettauer, Der Verlust der Dinge. „Arisierung“ von Mobilien im „Gau Niederdonau“
  • Albena Zlatanova, Die Ladeliste nach Niederdonau. Der Triester Hafen als Umschlagplatz für jüdisches Umzugsgut

 

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Cover Juden in MItteleuropa 2022

Steine der Erinnerung in St. Pölten V/2022

Hrsg. vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs. St. Pölten 2022, Eigenverlag, 98 Seiten, ISBN 978 3 9504682 4 3, € 8,- (plus Porto). |mail: Bestellung|

Im Juni 2022 wurden im Beisein zahlreicher Nachkommen aus Israel, Deutschland und Österreich weitere Steine der Erinnerung gesetzt. An neun Adressen wird nun 25 weiteren Shoah-Opfern gedacht. Dieses Büchlein enthält, umrahmt von persönlichen Texten der Angehörigen, die Schicksale dieser Menschen. Die Steinsetzungen werden in einer Kooperation des Instituts und der Stadt St. Pölten jährlich fortgesetzt.

Inhalt

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  • Vorwort von Bürgermeister Matthias Stadler
  • „Wenn wir doch nur eine einzige Erinnerung an unsere Großeltern hätten.“ Einleitung von Martha Keil
  • Domgasse 7: Sigmund Tieger und seine Tochter Herta
  • Dr. Karl Renner-Promenade 41: Laura Krausz und die Brüder Jakob und Siegfried Scheuer
  • Johannesplatz 8–10, Viehofen: Karl Frank, seine Tochter Margarete und seine Nichte Camilla Briefwechsler
  • Lederergasse 10: Maximilian Herlinger, sein Sohn Ludwig mit Berta, geb. Weiss, und Tochter Lilly Mathilde
  • Linzer Straße 13: Isidor Reiss und seine Frau Irma, geb. Frank
  • Neugebäudeplatz 9: Moritz Rosenstingl und seine Frau Cäcilia, geb. Löwinger / Mortko Aron Schmatnik und seine Frau Ernestine Esther, geb. Rosenstingl
  • Schneckgasse 6: Charlotte Kela Kohn Erich Singer und seine Frau Rosa mit Tochter Eva
  • Schneckgasse 11: Anna Tieger, geb. Braun
  • Schneckgasse 13: Karl Reiss und seine Frau Ida, geb. Beck

 

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Steine der Erinnerung 2022