Spuren lesbar machen im NS-Zwangsarbeitslager Roggendorf/Pulkau

Der Granitsteinbruch in Roggendorf/Pulkau war ein früher Industriestandort, der Arbeitsplätze in eine strukturschwache Region brachte. Während der NS-Zeit wurden hier ab 1941 sowjetrussische Kriegsgefangene, polnische und ukrainische „Ostarbeiter“ und ab November 1944 jüdische Verschleppte aus Ungarn zur Zwangsarbeit eingesetzt. Heute sind nur noch wenige Spuren des NS-Zwangslagers sichtbar. Die Geschichte des Ortes ist beinahe in Vergessenheit geraten.
 
Das Projekt erforscht gemeinsam mit lokalen Citizen Scientists die Geschichte des Granitsteinbruchs Roggendorf/Pulkau und stellt sie im digitalen Raum aus. Zwei Künstler/innen – Eva Andraschek und Martin Krenn – arbeiten mit neuen, digitalen Mitteln an der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Ort. Gemeinsam arbeiten wir an neuen Formen des Umgangs mit vergessenen Orten der Zwangsarbeit in Niederösterreich.

Am |25. Februar 2022| lädt das Projekt zur ersten Informationsveranstaltung ein, danach wird die |Geschichtswerkstatt| an mehreren Terminen von März bis Juni 2022 forschen.
 
Eine Kooperation zwischen: Universität für Weiterbildung Krems | FH St. Pölten | Institut für Jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten | IKT – Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW | openGLAM (Projektkoordination)

Projektpartner: Stadtgemeinde Pulkau | Kulturverein Bildung hat Wert, Pulkau | Krahuletz Museum, Eggenburg | Museum Horn | Museum Retz | Bundesdenkmalamt | erinnern.at | Universität Graz, Centrum für jüdische Studien | Universität Wien, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie