Veranstaltungen

Führung am jüdischen Friedhof St. Pölten

Donnerstag, 28. Juni 2018, 18.30

Es führt Dr. Martha Keil.

Treffpunkt: Eingang Karlstettner Straße 3
(das ist nicht der Haupteingang des allgemeinen städtischen Friedhofs)

Herren bitte mit Kopfbedeckung!

Teilnahme frei

 

Verwischte Grenzen. Jüdische Identitäten in Zentraleuropa nach 1918

28. Internationale Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs

3.-6. Juli 2018, Volkskundemuseum Wien

In Kooperation mit dem Centrum für jüdische Studien Graz (Assoz.-Prof. Dr. Gerald Lamprecht)

|Programmfolder|

Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918, der in Nord- und Osteuropa in weitere kriegerische Auseinandersetzungen mündete, manifestierte sich an vielen Orten als revolutionärer Systembruch von der Monarchie zur Republik, der von einer allgemeinen sozialen und ökonomischen Krise begleitet wurde. In den Nachfolgestaaten der ehemaligen Habsburgermonarchie wurden aus dem „Staatsvolk der Juden“ (Joseph Samuel Bloch) nationale oder religiöse Minderheiten, die ihre Position als solche noch zu behaupten hatten.

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Jüdinnen und Juden waren auch als Individuen an den Veränderungen und Umbrüchen aktiv beteiligt und/oder passiv davon betroffen. Sie waren in hoher Zahl Opfer von Gewalt und zugleich auch Akteure revolutionären Wandels und demokratischer Neugestaltung.

Jüdische Gemeinden wurden mit Forderungen nach Demokratisierung ebenso konfrontiert wie mit Verschiebungen der innerjüdischen Machtstrukturen in Folge des aufstrebenden Zionismus und einer Politisierung der Orthodoxie. Zugleich brachten der Krieg und sein Ende ein Erstarken des Antisemitismus in Wort und Tat mit sich. In Reaktion darauf wurden jüdische Milizen gegründet und andere Abwehrmaßnahmen getroffen.

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In Kooperation mit:

 

Wir danken für die Unterstützung:

 

„Bai mir bistu scheen“ und andere jiddische Liebeslieder

Konzert in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten

Sonntag, 19. August 2018, 18.00

Teilnehmer/innen des Workshops „Yiddish Lovesongs“
Klezmer Swing Quartett
Leitung: Roman Grinberg

Eintritt frei!

 

 

Verwischte Grenzen. Jüdische Verortungen nach 1918

Ausstellung in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten anlässlich des 30jährigen Bestehens unseres Instituts

Laufzeit der Ausstellung
18. Mai – 6. Oktober 2018
Dienstag Sonntag, 13:00-19:00 Uhr
Eintritt frei
Führungen für Gruppen: auf
|mail: Anfrage|

 
Drei Chanukka-Leuchter, Sammlung Ariel Muzicant, Wien; Foto: Birgit Wiedl, Injoest

„Das Jahr 1918 markierte keineswegs das Ende der Vielvölkerreiche, im Gegenteil, sie vermehrten sich.“ (Pieter Judson)

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Anhand von zum großen Teil erstmals in Niederösterreich präsentierten Synagogalobjekten, Dokumenten, Fotos und Interviews zeigt die Ausstellung, wie sich nach dem Zerfall der Monarchie Juden und Jüdinnen in den Nachfolgestaaten politisch, sprachlich und auch in der Religionspraxis neu und kreativ orientierten. In 12 Stationen werden exemplarisch Haltungen, Bewegungen sowie politische und religiöse Entwürfe in den jüdischen Gemeinden und Gesellschaften dieser Staaten dargestellt: Österreich, Ungarn, Tschechoslowakische Republik, Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, Rumänien, Polen; davon Territorien mit starkem jüdischem Bevölkerungsanteil: Burgenland/Westungarn, Böhmen, Mähren, Slowakei, Bukowina, Galizien. Die einzelnen Regionen sind einerseits von ethnischer, sprachlicher, religiöser und kultureller Vielfalt und Austausch gekennzeichnet, andererseits führte die politische und materielle Unsicherheit verbunden mit Fragen der Identität und Zugehörigkeit zu Aggression, Exklusion und antisemitischer Gewalt.

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Foto: Birgit Wiedl, Injoest

Gedenken und Forschen

Zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome

09.11.18, 18:30 – 21:00 Uhr

Am Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 gedenken wir der Gewaltereignisse des 8.-10. November 1938 und der Opfer der Judenvernichtung in der Zeit des Nationalsozialismus.

18:30 Uhr Ehemalige Synagoge

Gedenken an die vernichtete jüdische Gemeinde St. Pölten; beim Gedenkstein an der Außenmauer können Lichter (bitte ohne christliches Symbol) entzündet werden.

Weg im Schweigen zum Bildungshaus St. Hippolyt

19.00 Uhr Bildungshaus St. Hippolyt

Gedenken braucht Forschung

Das Team des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs gibt Einblicke in aktuelle Forschungen zum Nationalsozialismus

Moderation: Dr. Martha Keil