Veranstaltungen

Die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling in der NS-Zeit. Aktuelle Forschungsergebnisse

27. September 2018, 19 Uhr
Rathaussaal Amstetten

Vortrag von Dr. Philipp Mettauer im Rahmen der Vortragsreihe
„Gedenken – Nachdenken – Dokumentieren“

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2018 ist ein Gedenk- und Erinnerungsjahr. In Österreich wird unter anderem der 100. Jahrestag der Gründung der Ersten Republik gefeiert und des Anschlusses Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland sowie des Novemberpogroms 1938 gedacht.

Die Stadtgemeinde Amstetten hat für das Veranstaltungsjahr 2018 daher den Programmschwerpunkt „Demokratie“ ausgerufen und ein umfangreiches und vielfältiges Angebot zusammengestellt.

Eine eigens konzipierte Reihe von sechs Vorträgen, in denen renommierte WissenschaftlerInnen zu Wort kommen, wird die Gedenkanlässe mit Fragen nach der Entwicklung der österreichischen Demokratie verknüpfen.

Weitere Informationen finden Sie |hier|.

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Verwischte Grenzen. Jüdische Verortungen nach 1918

Ausstellung in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten anlässlich des 30jährigen Bestehens unseres Instituts

Laufzeit der Ausstellung
18. Mai – 6. Oktober 2018
Dienstag Sonntag, 13:00-19:00 Uhr
Eintritt frei
Führungen für Gruppen: auf
|mail: Anfrage|

 
Drei Chanukka-Leuchter, Sammlung Ariel Muzicant, Wien; Foto: Birgit Wiedl, Injoest

„Das Jahr 1918 markierte keineswegs das Ende der Vielvölkerreiche, im Gegenteil, sie vermehrten sich.“ (Pieter Judson)

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Anhand von zum großen Teil erstmals in Niederösterreich präsentierten Synagogalobjekten, Dokumenten, Fotos und Interviews zeigt die Ausstellung, wie sich nach dem Zerfall der Monarchie Juden und Jüdinnen in den Nachfolgestaaten politisch, sprachlich und auch in der Religionspraxis neu und kreativ orientierten. In 12 Stationen werden exemplarisch Haltungen, Bewegungen sowie politische und religiöse Entwürfe in den jüdischen Gemeinden und Gesellschaften dieser Staaten dargestellt: Österreich, Ungarn, Tschechoslowakische Republik, Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, Rumänien, Polen; davon Territorien mit starkem jüdischem Bevölkerungsanteil: Burgenland/Westungarn, Böhmen, Mähren, Slowakei, Bukowina, Galizien. Die einzelnen Regionen sind einerseits von ethnischer, sprachlicher, religiöser und kultureller Vielfalt und Austausch gekennzeichnet, andererseits führte die politische und materielle Unsicherheit verbunden mit Fragen der Identität und Zugehörigkeit zu Aggression, Exklusion und antisemitischer Gewalt.

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Foto: Sabine Hödl, Injoest

Lange nacht der Museen

Samstag, 6. Oktober 2018, ab 17 Uhr
Ehemalige Synagoge St. Pölten

Auch heuer präsentieren wir im Rahmen der Langen Nacht der Museen wieder die St. Pöltner Jugendstil-Synagoge und geben Einblicke in unsere Arbeit. Gleichzeitig schließt mit der Langen Nacht die Ausstellung „Verwischte Grenzen. Jüdische Verortungen nach 1918“.

Programm

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18.00-18.20
Namen, Gräber und Gedächtnis. Das Citizen Science-Projekt zur „Heil- und Pflegeanstalt“ Mauer-Öhling in der NS-Zeit.
Vortrag von Philipp Mettauer und Museum des Augenblicks

18.30-18.50
Das Treffen der Nachkommen der IKG St. Pölten 26.-30. Juni 2016 – Film und Folgen
Vortrag von Wolfgang Gasser

19.00-20.45
„Spheres“
Konzert mit dem Moritz Weiß Klezmer Trio

In der Pause: Koscheres Buffet von Waltraud Wawerka

 21.00
„Verwischte Grenzen. Jüdische Identitäten nach 1918“
Letzte Führung durch die Ausstellung mit der Kuratorin Martha Keil

21.45-22.30
Wiederholung der Vorträge von Philipp Mettauer und Wolfgang Gasser

Nicht nur für Kinder: Mach dir einen Button mit deinem hebräischen Namen!

Eingang barrierefrei, jedoch nicht die WCs!
Auf Wunsch Führung durch das Haus.

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Die Wiener Leopoldstadt 1848

Ein Spaziergang auf den Spuren des jüdischen Tagebuchschreibers Benjamin Kewall

31. Oktober 2018 von 18:00 – 19:30
Treffpunkt: Nestroyplatz 1

Begleitet von Dr. Wolfgang Gasser und Dr. Christoph Lind

Bei einem Spaziergang durch den 2. Bezirk tauchen wir in die Lebenswelt eines jüdischen Wiener Tagebuchschreibers ein. Als Hauslehrer und Journalist schildert er die Wiener Revolution, die am 31. Oktober 1848 ihr Ende fand. Erst im Zuge von Recherchearbeiten konnte er als Benjamin Kewall (1806–1880) aus Polna/Böhmen identifiziert werden. Kewall beobachtete die Revolutionsereignisse buchstäblich „vor seiner Haustüre“ in der Jägerzeile, der heutigen Praterstraße. Seine Aufzeichnungen bieten ein vielschichtiges Bild der Wiener Gesellschaft, bestehend aus revolutionären Studenten und Arbeiter/innen, uniformierten Frauen und eingeschüchterten Beamten, schwarzgelben und roten Bürger/innen, den Rotmänteln des Jelačić und revolutionären Nationalgardisten. So abenteuerlich wie die Erlebnisse des Tagebuchschreibers ist auch die Fundgeschichte des Tagebuchs.

Begleitet vom Herausgeber von Kewalls Tagebuch begeben wir uns auf einen historischen Stadtspaziergang in das Wien der Mitte des 19. Jahrhunderts und erinnern an eine bürgerliche Revolution, die heute aus der kollektiven Erinnerung beinahe verbannt ist und nur zur runden Jubiläen erinnert wird.

 
Revolution 1848 - Barrikaden in der Jägerzeile

Gedenken und Forschen

Zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome

09.11.18, 18:30 – 21:00 Uhr

Am Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 gedenken wir der Gewaltereignisse des 8.-10. November 1938 und der Opfer der Judenvernichtung in der Zeit des Nationalsozialismus.

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18:30 Uhr Ehemalige Synagoge

Gedenken an die vernichtete jüdische Gemeinde St. Pölten; beim Gedenkstein an der Außenmauer können Lichter (bitte ohne christliches Symbol) entzündet werden.

Weg im Schweigen zum Bildungshaus St. Hippolyt

19.00 Uhr Bildungshaus St. Hippolyt

Gedenken braucht Forschung

Das Team des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs gibt Einblicke in aktuelle Forschungen zum Nationalsozialismus

Moderation: Dr. Martha Keil

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