Veranstaltungen

Stadtwanderung jüdisches St. Pölten
3. 9. 2017, 20 Uhr


Ehemalige Synagoge St. Pölten

Dr. Karl Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten

Im Rahmen des „Europäischen Tags der jüdischen Kultur“ holen wir die im Mai wetterbedingt abgesagte Stadtwanderung durch das jüdische St. Pölten nach.

Die Synagoge ist an diesem offenen Sonntag, einem der letzten in diesem Jahr, ab 15.00 für alle Interessierten geöffnet!

Um 20.00 Uhr treffen wir uns ebendort im Hof und machen uns dann durch die Lederergasse auf den Weg in die Innenstadt.
Es führen Philipp Mettauer und Christoph Lind, unterstützt vom Verein „Freiluft und Kultur“, mit dem wir historische Fotos und Dokumente an den Originalschauplätzen projizieren!

Anmeldung nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.
Über Spenden freuen wir uns aber natürlich!

 

Unsere vertriebenen Nachbarn. Juden im NÖ Zentralraum – Forschung und Erinnerungskultur
Top Citizen Science Projekt

Der nächste Workshop findet am Di, 12.9.2017, 18 – 20 Uhr, im Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, 3100 St. Pölten, statt. 

Schlussveranstaltung
Do, 9.11.2017, 19 Uhr

Das Projekt „Unsere vertriebenen Nachbarn“ soll Informationen erschließen, an die Historiker nur schwer oder gar nicht herankommen: autobiographische Quellen, private Geschäftspapiere und vor allem Informationen aus der familiären Kommunikation.

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Forschungsthemen sind die vielfältigen Aspekte des christlich-jüdischen Zusammenlebens vor dem Krieg – Nachbarschaft, Freundschaft, Schule, Vereine, Berufs- und Alltagsleben –, die Gewalt im Nationalsozialismus und etwaige Fortsetzungen der Beziehungen nach 1945.

Die Startveranstaltung am 02.02.2017 informierte über Anliegen, Inhalte und Arbeitsweisen des Projekts und wie Sie dazu beitragen können.
In monatlichen Workshops im Hippolythaus können Sie Ihre Materialien bringen und mit den Historikern des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs auswerten oder auf einem moderierten Blog ihre Beiträge diskutieren. Die Ergebnisse werden bei der Schlussveranstaltung am 09.11.2017 präsentiert und unter Beachtung des Datenschutzes auf dem „Memorbuch“ online gestellt.

ReferentInnen
PD Dr. Martha Keil, Dr. Christoph Lind, Dr. Philipp Mettauer
Institut für jüdische Geschichte Österreichs (St. Pölten) 

Veranstalter
Institut für jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem
Bildungshaus St. Hippolyt

Information und Anmeldung
|mail: Dr. Martha Keil|, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, 02742-77171-0. Anmeldung erbeten!

Zur jüdischen Geschichte St. Pöltens: |www.juden-in-st-poelten.at|

Bisherige Veranstaltungen
Startveranstaltung:
Do, 2.2.2017, 19 Uhr
Workshops: Mi, 15.2.201, 18 – 20 Uhr; Di, 14.3.2017, 18 – 20 Uhr; Fr, 21.4.2017, 18 – 20 Uhr; Do, 11.5.2017, 18 – 20 Uhr; Mo, 26.6.2017, 18 – 20 Uhr

Im Rahmen des Juni-Workshops berichteten die Brüder Hans und Tobias Hochstöger über ein besonders dunkles Ereignis unserer Geschichte: In der Nacht von 2. auf 3. Mai 1945 wurden im niederösterreichischen Hofamt Priel 228 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter - Männer, Frauen und Kinder - ermordet. Die Täter, die auch Hilfestellung von Einheimischen mit Ortskenntnissen erhalten haben müssen, konnten nie ausgeforscht und daher auch nicht verurteilt werden. 1964 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof St. Pölten überführt und in einem Massengrab beerdigt. Im Ort wurde das Verbrechen totgeschwiegen, und geriet langsam in Vergessenheit. Erst 2006 wurde das Massaker auch durch Forschungen am Injoest wissenschaftlich dokumentiert. Am 70. Jahrestag des Massakers, am 3. Mai 2015, erhielten die Ermordeten endlich einen Grabstein mit allen Namen. (Weitere Informationen finden Sie |hier|!)

Hans und Tobias Hochstöger, beide aufgewachsen in Hofamt Priel, arbeiten seit 2015 an einem Dokumentarfilm zum Massaker.  Im Zuge ihres Filmprojekts begaben sie sich auf die Suche nach den Hintergründen dieses Verbrechens. In ihrer Präsentation werden die beiden über ihre Recherchen zum Massaker und den daraus entstehenden Dokumentarfilm berichten.

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Faschingsumzug vor dem Haus von Alexander Fürchtgott, Prinzersdorf 1, ca. 1925 (Injoest)

„Geschlossene Anstalt? Die „Heil- und Pflegeanstalt“
Mauer-Öhling in der NS-Zeit und im kollektiven Gedächtnis“

14. 9. 2017, ab 18 Uhr
Rathaussaal Amstetten

Veranstaltung zum Start des Sparkling Science-Projekts

Das Institut für jüdische Geschichte Österreichs setzt sich mit diesem Projekt zum Ziel in Kooperation mit dem Aufbaulehrgang Wirtschaft (Fachschule Amstetten) und dem Stadtarchiv Amstetten diesen Teil der Geschichte Mauer-Öhlings näher zu beleuchten.

Programm

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18:00 Uhr
Grußworte von Ulrike Königsberger-Ludwig
(Abg. zum NR, Vizebürgermeisterin Amstettens und Behindertensprecherin der SPÖ)

Martha Keil (Direktorin Injoest) berichtet über das Sparkling-Science-Projekt: „Geschlossene“ Anstalt? Die „Heil- und Plegeanstalt“ Mauer-Öhling in der NS-Zeit und im kollektiven Gedächtnis – eine Kooperation des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs (Injoest) mit der Fachschule Amstetten und dem Stadtarchiv Amstetten

18:20 Uhr
„Nebel im August“ (Film)
Die authentische Geschichte von Ernst Lossa, Psychiatriepatient der frühen 1940er Jahre.
Länge 126 Minuten. Regie: Kai Wessel, Drehbuch: Holger Karsten Schmidt, nach Motiven des gleichnamigen Tatsachenromans von Robert Domes. Mit: Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Thomas Schubert, Fritzi Haberlandt.

Der 13-jährige Ernst Lossa, Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ist ein aufgeweckter, aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime,
in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach
kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen Insassen getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht den Patientinnen und Patienten zu helfen. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner ersten Liebe. Doch Ernst beindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden über Leben und Tod der Kinder. (|www.filmladen.at/ilm/nebel-im-august/|)

20:30 Uhr
Publikumsgespräch mit dem Historiker Philipp Mettauer, Moderation
Thomas Buchner (Stadtarchiv Amstetten)

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Lauftaufnahme der "Heil- und Plfegeanstalt" Mauer-Öhling, ca. 1940 (Injoest)

„Wer war Rosl Lustig?“
 Unsere „Forschungsstation“  im Rahmen des Forschungsfests Niederösterreich

15.9. 2017, 15.00-23.00
Palais Niederösterreich, Herrengasse 13. 1010 Wien

Nicht zufällig im sogenannten „Bedenkjahr“ 1988 wurde das Institut für jüdische Geschichte Österreichs (Injoest) gegründet und fand in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten seine Wirkungsstätte. Forschungsthemen sind Migration und Kulturaustausch, Integration und Ausgrenzung, Antisemitismus und Erinnerung vom Mittelalter bis heute. Wir sorgen dafür, dass Menschen wie Rosl Lustig nicht vergessen sind.

Besuchen Sie uns und erfahren mehr!

 

Lange Nacht der Museen
7. 10. 2017, 18–24 Uhr
 

Programm

18.00-18.45
Philipp Mettauer, Wolfgang Gasser (Injoest)
Die „Landes- Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling“ in der NS-Zeit

 

 
Detail, Innenraum Ehemalige Synagoge St. Pölten

19.00-20.00
Roman Grinberg (Leiter des Wiener jüdischen Chors)
„Oj, hab ich gelacht! Der Jüdische Humor in Wort und Musik“

Auf der ganzen Welt widmen sich Künstler dem berühmten jüdischen Humor. Er ist dicht und dichterisch, überraschend und verständlich zugleich, aus dem Leben gegriffen und verpackt in Lieder, Witze, Geschichten und Gedichte. Vom und über das Volk, das über die eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten so herrlich lachen kann. Roman Grinberg bringt eine Collage aus 100 Jahren Tradition – in Wort und Musik.

20.00-20.30
Christoph Lind
„Arisierung“ und Restitution der „Wilhelmsburger Steingutfabrik“
und
Museum des Augenblicks

20.30-21.00
Roman Grinberg
Lomir singen! Lasst uns singen!
Offener Chorworkshop

21.30-22.00
Philipp Mettauer, Wolfgang Gasser
Die „Landes- Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling“ in der NS-Zeit

Auf Wunsch Führung durch das Haus.

Nicht nur für Kinder: Mach dir einen Button mit deinem hebräischen Namen!

Anmerkung: Eingang barrierefrei, jedoch nicht die WCs!

 
Roman Grinberg