Veranstaltungen

Unsere vertriebenen Nachbarn. Juden im NÖ Zentralraum – Forschung und Erinnerungskultur
Top Citizen Science Projekt

Der nächste Workshop findet am Mo, 26.6.2017, 18 – 20 Uhr, im Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, 3100 St. Pölten, statt. 

Im Rahmen des Juni-Workshops werden die Brüder Hans und Tobias Hochstöger über ein besonders dunkles Ereignis unserer Geschichte berichten:

mehr...

In der Nacht von 2. auf 3. Mai 1945 wurden im niederösterreichischen Hofamt Priel 228 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter - Männer, Frauen und Kinder - ermordet. Die Täter, die auch Hilfestellung von Einheimischen mit Ortskenntnissen erhalten haben müssen, konnten nie ausgeforscht und daher auch nicht verurteilt werden. 1964 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof St. Pölten überführt und in einem Massengrab beerdigt. Im Ort wurde das Verbrechen totgeschwiegen, und geriet langsam in Vergessenheit. Erst 2006 wurde das Massaker auch durch Forschungen am Injoest wissenschaftlich dokumentiert. Am 70. Jahrestag des Massakers, am 3. Mai 2015, erhielten die Ermordeten endlich einen Grabstein mit allen Namen. (Weitere Informationen finden Sie |hier|!)

Hans und Tobias Hochstöger, beide aufgewachsen in Hofamt Priel, arbeiten seit 2015 an einem Dokumentarfilm zum Massaker.  Im Zuge ihres Filmprojekts begaben sie sich auf die Suche nach den Hintergründen dieses Verbrechens. In ihrer Präsentation werden die beiden über ihre Recherchen zum Massaker und den daraus entstehenden Dokumentarfilm berichten.

Weiterer Workshop:
Di, 12.9.2017, 18 – 20 Uhr                                  

Schlussveranstaltung
Do, 9.11.2017, 19 Uhr

Alle Veranstaltungen finden im Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, 3100 St. Pölten, statt.

Das Projekt „Unsere vertriebenen Nachbarn“ soll Informationen erschließen, an die Historiker nur schwer oder gar nicht herankommen: autobiographische Quellen, private Geschäftspapiere und vor allem Informationen aus der familiären Kommunikation. Forschungsthemen sind die vielfältigen Aspekte des christlich-jüdischen Zusammenlebens vor dem Krieg – Nachbarschaft, Freundschaft, Schule, Vereine, Berufs- und Alltagsleben –, die Gewalt im Nationalsozialismus und etwaige Fortsetzungen der Beziehungen nach 1945.
Die Startveranstaltung am 02.02.2017 informiert über Anliegen, Inhalte und Arbeitsweisen des Projekts und wie Sie dazu beitragen können.
In monatlichen Workshops im Hippolythaus können Sie Ihre Materialien bringen und mit den Historikern des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs auswerten oder auf einem moderierten Blog ihre Beiträge diskutieren. Die Ergebnisse werden bei der Schlussveranstaltung am 09.11.2017 präsentiert und unter Beachtung des Datenschutzes auf dem „Memorbuch“ online gestellt.

ReferentInnen
PD Dr. Martha Keil, Dr. Christoph Lind, Dr. Philipp Mettauer
Institut für jüdische Geschichte Österreichs (St. Pölten) 

Veranstalter
Institut für jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem
Bildungshaus St. Hippolyt

Information und Anmeldung
|mail: Dr. Martha Keil|, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, 02742-77171-0. Anmeldung erbeten!

Zur jüdischen Geschichte St. Pöltens: |www.juden-in-st-poelten.at|

Bisherige Veranstaltungen
Startveranstaltung:
Do, 2.2.2017, 19 Uhr
Workshops: Mi, 15.2.201, 18 – 20 Uhr; Di, 14.3.2017, 18 – 20 Uhr; Fr, 21.4.2017, 18 – 20 Uhr; Do, 11.5.2017, 18 – 20 Uhr

...weniger

 
Faschingsumzug vor dem Haus von Alexander Fürchtgott, Prinzersdorf 1, ca. 1925 (Injoest)

5. – 7. Juli 2017

Für Kaiser und Vaterland. Jüdische und nichtjüdische Erfahrungen im Ersten Weltkrieg

Volkskundemuseum Wien
Wien 8, Laudongasse 15-19

27. Internationale Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien (first), dem Volkskundemuseum Wien und den Wiener Vorlesungen

Der Erste Krieg nahm im Familiengedächtnis vieler Juden jahrzehntelang einen zweitrangigen Platz ein. Das Erinnern an im Feld gefallene Familienmitglieder, an Flucht, Vertreibung, Hunger und Verlust war durch die Katastrophe der Shoah über­lagert worden. In den letzten Jahren gelangten erstmals in großer Zahl Feldpostbrie­fe, Fotos und Tagebücher aus den Familienarchiven in die Öffentlichkeit. Darauf fu­ßend fokussieren die Beiträge der Tagung drei Schauplätze des Kriegsgeschehens – Feld, Heimatfront, Flucht – und stellen vor diesen Hintergründen jüdische und nichtjüdische Erfahrungen verglei­chend gegenüber.

|Programmfolder|

Aufgrund zweier Absagen gilt das |neue Programm|!

 
Titelblatt Folder SoAk 2017

Lange Nacht der Museen
7. 10. 2017, 18–24 Uhr
 

Programm

18.00-18.45
Philipp Mettauer, Wolfgang Gasser (Injoest)
Die „Landes- Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling“ in der NS-Zeit

 

 
Detail, Innenraum Ehemalige Synagoge St. Pölten

19.00-20.00
Roman Grinberg (Leiter des Wiener jüdischen Chors)
„Oj, hab ich gelacht! Der Jüdische Humor in Wort und Musik“

Auf der ganzen Welt widmen sich Künstler dem berühmten jüdischen Humor. Er ist dicht und dichterisch, überraschend und verständlich zugleich, aus dem Leben gegriffen und verpackt in Lieder, Witze, Geschichten und Gedichte. Vom und über das Volk, das über die eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten so herrlich lachen kann. Roman Grinberg bringt eine Collage aus 100 Jahren Tradition – in Wort und Musik.

20.00-20.30
Christoph Lind
„Arisierung“ und Restitution der „Wilhelmsburger Steingutfabrik“
und
Museum des Augenblicks

20.30-21.00
Roman Grinberg
Lomir singen! Lasst uns singen!
Offener Chorworkshop

21.30-22.00
Philipp Mettauer, Wolfgang Gasser
Die „Landes- Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling“ in der NS-Zeit

Auf Wunsch Führung durch das Haus.

Nicht nur für Kinder: Mach dir einen Button mit deinem hebräischen Namen!

Anmerkung: Eingang barrierefrei, jedoch nicht die WCs!

 
Roman Grinberg