Zinsverbot und Judenschaden. Jüdisches Geldgeschäft im mittelalterlichen Aschkenas

20. Internationale Sommerakademie

7.-9. Juli 2010
Erste Bank, Petersplatz 7, 1010 Wien

Kaum ein anderes Themenfeld der mittelalterlichen jüdischen Geschichte ist so sehr mit Vor- und Fehlurteilen behaftet wie das jüdische Geld- und Kreditgeschäft. Die mittelalterliche Lebensrealität wird in der heutigen Wahrnehmung häufig von Stereotypen überlagert, die sich in der langen Geschichte der Judenfeindschaft bis hin zum modernen Antisemitismus entwickelt haben. Ziel der Tagung ist es daher, die mittelalterliche Realität des jüdischen Geldgeschäfts anhand aktueller Forschungsergebnisse unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten. Die wirtschaftliche Rolle jüdischer Darlehen und die Auswirkungen, die diese Rolle auf die jüdischen Geldgeber hatte, wird der literarisch-propagandistischen Verarbeitung des Wuchervorwurfs im Mittelalter gegenübergestellt. Fragen zur technischen Abwicklung jüdischer Kredite werden ebenso behandelt wie die rechtliche Basis dieser Geschäfte im Spannungsfeld zwischen weltlicher Judenherrschaft, Kirchenrecht und innerjüdischen Rechtssätzen.

In Kooperatiom mit dem Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt und dem Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg.
Mit freundlicher Unterstützung der Erste Bank.


Buchpräsentation

Cover Erlebte Rvolutin 1848/49

Wolfgang Gasser
Erlebte Revolution 1848/49. Das Tagebuch des Wiener jüdischen Journalisten Benjamin Kewall
Unter Mitarbeit von Gottfried Glaßner (Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Bd. 3)
Oldenbourg Verlag, Wien-München 2010

Freitag, 18. Juni 2010, 18 Uhr
Jüdisches Museum Wien
Wien 1, Dorotheergasse 11


Dieses Buch beinhaltet eine besondere Kostbarkeit: das aus dem Müll gerettete Tagebuch des Hauslehrers und Journalisten Benjamin Kewall, das die Zeit vom 27. August 1848 bis zum 31. Mai 1850 umspannt. Seine Schilderungen betreffen die Wiener Revolution 1848/49 sowie zahlreiche Episoden aus seinen Lebenswelten und seinem beruflichen und politischen Umfeld. Mit dieser Edition werden die im Original auf Deutsch mit hebräischen Lettern festgehaltenen Aufzeichnungen nun in deutscher Schreibweise veröffentlicht und damit einem breiten Publikum lesbar gemacht. Das Original wird künftig auf der Website der ÖNB (Link beim Katalogeintrag des Werks) zugänglich sein.

Programm
Begrüßung: PD Dr. Martha Keil

Es sprechen
Wolfgang Gasser zur Fundgeschichte,
Gottfried Glaßner zu Buch und Schrift,
Wolfgang Gasser zu Inhalt und Autor

Revolutionslied 1848

Manfred Pintar liest Einträge aus dem Tagebuch


Buchpräsentation

Wolfgang Gasser
Erlebte Revolution 1848/49. Das Tagebuch des Wiener jüdischen Journalisten Benjamin Kewall
Unter Mitarbeit von Gottfried Glaßner (Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Bd. 3)
Oldenbourg Verlag, Wien-München 2010

Montag, 7. Juni 2010,
voraussichtlich um 18 Uhr im Dachsaal der Wiener Urania


Präsentation des Buches von Wolfgang Gasser im Rahmen der Vorstellung der
QIÖG-Reihe, in der das Tagebuch erschienen ist.


Friedhofsführung

PD Dr. Martha Keil

Führung auf dem jüdischen Friedhof St. Pölten

Montag, 31. Mai 2010, 18 Uhr


Forschungsfeld Judentum

27. - 28. Mai 2010
Europasaal, Edmundsburg
Mönchsberg 2, 5020 Salzburg

Vorträge von

Dr. Eveline Brugger,
Dr. Wolfgang Gasser,
Dr. Eleonore Lappin-Eppel,
Dr. Christoph Lind,
Dr. Martha Keil,
Dr. Barbara Staudinger und
Dr. Birgit Wiedl

im Rahmen der Tagung der
Arbeitsgemeinschaft Jüdische Studien in Österreich (AGJÖ)

Programm [PDF, 1.6 MB]


Juden im Ersten Weltkrieg

Vortragsreihe des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs
am Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung
Praterstern 1, 1020 Wien,
Beginn: jeweils 18.30 Uhr

Koordination: Dr. Martha Keil

Diese Vortragsreihe beschäftigt sich in Vorbereitung eines größeren Forschungsprojekts mit der jüdischen Perspektive des Ersten Weltkriegs, den die Historikerin Paula Hyman im Jahr 2001 als den "vergessenen Krieg in der jüdischen Geschichtsschreibung" bezeichnete. Jüdische Männer kämpften in ihren jeweiligen Armeen, jüdische Frauen gründeten zahlreiche Hilfsvereine, Rabbiner betreuten Soldaten im Feld und jüdische Familien flohen quer durch
Mitteleuropa vor den feindlichen Armeen. Allen gemeinsam war eine völlig neue Fragestellung zu ihrer nationalen und religiösen Identität.

3. 3. 2010: Jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg
Dr. Eleonore Lappin-Eppel

10. 3. 2010: Die Jüdische Heimatfront in Wien und Niederösterreich
Dr. Christoph Lind

17. 3. 2010: Judentum und Krieg aus rabbinischer Sicht
Dr. Martha Keil

24. 3. 2010: Galizische Juden im Kriegsverlauf
Dr. Svjatoslav Pacholkiv


Ist das jüdisch? Jüdische Volkskunde im historischen Kontext

Tagung
19./20. November 2009


Österreichisches Museum für Volkskunde
Laudongasse 15-19
1080 Wien

Veranstalter:
Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten
Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien

Hier finden Sie einen Tagungsbericht online!

Die Jüdische Volkskunde, um 1900 als Reaktion auf die veränderten Lebenssituationen und den Wandel der Werte und Normen in der jüdischen Gesellschaft ins Leben gerufen, trug bis in die 1930er Jahre wesentlich zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Verortung des Judentums bei. Nach der Schoa geriet sie in Mitteleuropa nahezu in Vergessenheit. Eine intensivere Auseinandersetzung mit dieser Disziplin fand in den deutschsprachigen Ländern erst in den 1980er Jahren statt, jüngere Forschungen stammen auch aus den USA und Israel.

Der wissenschaftlich-kategorisierende Blick der jüdischen (aber auch der nichtjüdischen) Volkskunde formulierte, was „jüdisch“ war, sammelte und archivierte Rituale und Bräuche, nicht zuletzt um sie in einer Zeit des Wandels jüdischen Lebens vor dem drohenden Vergessen zu bewahren. Vermeintlich marginale, heute nicht mehr in diesem Kontext behandelte Themengebiete gerieten dabei ebenso ins Blickfeld wie zu jener Zeit aktuelle volkskundliche Fragestellungen, so etwa die Frage nach der Authentizität des Ostjudentums.
Die Tagung will einen Überblick über die gegenwärtige Forschungslandschaft geben, aber auch neue Forschungsimpulse diskutieren. Wissenschaftsgeschichtliche Überlegungen über Kontinuitäten und Wandel des Jüdischen im Spiegel der „Jüdischen Volkskunde“ sollen ebenso im Fokus stehen, wie einzelne ForscherInnen und SammlerInnen und deren unterschiedliche Zugänge zu alltagskulturellen Fragestellungen, zu Ritualen und Bräuchen und deren Rezeption, Deutungen und Kontextualisierungen.

Konzept und Organisation:
Birgit Johler (Österreichisches Museum für Volkskunde)
Barbara Staudinger (Institut für jüdische Geschichte Österreichs)

Tagungsprogramm


Willing Kasztner

Dokumentarfilm von Gaylen Ross
USA/IL 2008

Einleitung
Eleonore Lappin-Eppel (Institut für jüdische Geschichte Österreichs)
Renate Meissner (Ethnologin, Judaistin, stellvertretende Gneralsekretärin und wissenschaftliche Leiterin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus)

Sonntag, 15.11.2009, 16.45
Jüdische Filmwoche im Votivkino
Währingerstraße 12, 1090 Wien


Individuum und Gemeinde Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien 1520 bis 1848

6.-8. Oktober 2009 in Trebitsch/Třebíč (CR)

Tagungsort:
Muzeum Vysočiny Třebíč (Museum der Böhmisch-Mährischen Höhe Trebitsch), Steinerner Saal

Konzept und Organisation:
Společnost pro dějiny židů v České republice (Gesellschaft für die Geschichte der Juden in der Čechischen Republik)
Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten
Muzeum Vysočiny Třebíč (Museum der Böhmisch-Mährischen Höhe Trebitsch)

Organisatorische Mitarbeit:
Židovské muzeum v Praze (Jüdisches Museum Prag)
Centrum judaistických studií Kurta a Ursuly Schubertových, FF UP Olomouc (Kurt-und-Ursula-Schubert-Zentrum für judaistische Studien, Philosophische Fakultät der Palacký-Universität Olmütz)
Samuel-Steinherz-Stiftung, Nürnberg
Moravský zemský archiv v Brně (Mährisches Landesarchiv Brünn)
Deutsch-tschechischer Zukunftsfonds

Ehrenschutz:
I. E. Botschafterin der Republik Österreich Dr. Margot Klestil-Löffler
S. E. Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Helmut Elfenkämper

In der Stadt des einzigen vollständig erhaltenen Ghettos aus der Barockzeit mit seiner prächtigen Synagoge, der Judengasse und dem Friedhof widmet sich diese internationale Tagung der jüdischen Geschichte von Böhmen und Mähren in der Vormoderne. Sie umfasst grundlegende Themen wie Ansiedlungsprivilegien, Gemeindeordnungen und Berufsstruktur, aber auch rabbinisches Recht, religiöse Werke und Maßnahmen der jüdischen Aufklärung zur Förderung der weltlichen Bildung. Vor dem rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund werden einige wichtige Gemeinden – insbesondere der Veranstaltungsort – und bedeutende Persönlichkeiten vorgestellt. Sowohl im innerjüdischen Bereich als auch im Austausch mit der christlichen Umwelt reicht das Wirken dieser Hofjuden, Rabbiner, Pädagogen und Künstler über die Landesgrenzen hinaus. Führungen durch die Sehenswürdigkeiten von Trebitsch runden die Tagung ab.

Programm


Die Stimme der Opfer: Erinnerungen ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter/innen an ihre Deportation nach Österreich

Vortrag von Dr. Eleonore Lappin-Eppel

im Rahmen des internationalen Symposiums aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Theodor Kramer Gesellschaft

25.9.2009 16.00-17.15 Panel
Literarisches Quartier Alte Schmiede, 1010 Wien,Schönlaterngasse 9

Das Programm der gesamten Tagung finden Sie hier!


Preisverleihung und Ausstellungseröffnung zum offenen Wettbewerb "Mahnmal für die Zwangsarbeiterlager St. Pölten - Viehofen"

Viehofner See

am Montag, den 14. September 2009, um 17.00 Uhr
im Stadtmuseum St. Pölten

mit Entwürfen von Catrin Bolt, Matthias Braun, Ulrich Brüschke, Bernhard Cella, Judith Engelmeier, Tatiana Lecomte, Aron Itai Margula, Hansjörg Mikesch, Nicole Six & Paul Petritsch zusammen mit Jeanette Pacher, Ulla Rauter, Rene Rheims und Peter Sommerauer

Im Februar 2009 wurde von der Stadt St. Pölten zusammen mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich ein offener Wettbewerb zur Erlangung eines künstlerischen Entwurfs für ein Mahnmal für die Zwangsarbeiterlager St. Pölten – Viehofen ausgeschrieben. In den Jahren 1944 und 1945 gab es in St. Pölten - Viehofen ein Zwangsarbeiterlager für ungarische Juden und Jüdinnen sowie ein Arbeitslager für so genannte Ostarbeiter. 60 Jahre lang wurde die Existenz dieser Lager verdrängt und verschwiegen. Heute befindet sich auf dem Gelände der Viehofner See, der von zahlreichen BewohnerInnen der Stadt St. Pölten als Freizeitareal genutzt wird. Mit Hilfe eines künstlerischen Projekts wird versucht, diesen vergessenen Teil der Geschichte St. Pöltens ins Gedächtnis zurückzurufen.

Aus den über 160 Einreichungen wurden vom Gutachtergremium die Entwürfe von Catrin Bolt und Tatiana Lecomte ex aequo als Siegerprojekte mit jeweils € 4.000,- Preisgeld ausgewählt. Der dritte Preis mit € 2.000,- ging an Jutith Engelmeier. Im Zuge der Ausstellung im Stadtmuseum St. Pölten werden neben den Siegerprojekten weitere 9 Entwürfe, die in die engere Auswahlrunde aufgenommen wurden, gezeigt.

Catrin Bolt, 1979 in Kärnten geboren, in Wien lebend, greift in ihrem Entwurf die in Freizeitarealen zur Vermittlung von Informationen beliebten Orientierungstafeln auf. An stark frequentierten Orten zeigen diese den aktuellen Standort der BesucherInnen an, in diesem Fall jedoch auf einer Karte, die die Situation um die Viehofner Seen von 1944/45 wiedergibt. Der Künstlerin gelingt, die Aufmerksamkeit der BesucherInnen mit einer allgemein verständlichen und gewohnten formalen Sprache auf die Geschichte des Ortes zu ziehen, um dann einen Prozess der Erkenntnis über Irritation auszulösen.

Tatiana Lecomte, 1971 in Bordeaux geboren, in Wien lebend, wird an ca. 20.000 St. PöltenerInnen im Laufe eines Jahres von ihr selbst handgeschriebene Postkarten schicken, mit dem stereotypen Satz: „Ich bin gesund, es geht mir gut.“. Dies ist ein Satz, den die Insassen der Lager, wenn sie Postkarten schreiben durften, als Standardsatz vermerken mussten. Die Motive der Postkarten betreffen die in der Ausschreibung festgesetzten Orte: Viehofner See, Lager der ehemaligen Glanzstoffwerke und Massengrab am Friedhof.

Die Architektin Judith Engelmeier, 1981 in Dresden geboren, schafft 20 Stufen unter dem Wasserspiegel, einen kontemplativen Gedenkraum, der von drei Seiten vom See umspült ist. Sowohl räumlich, als auch akustisch entsteht auf diese Weise ein vom Alltag entrückter Ort. Lediglich eine rundum laufende Gedenkschrift offenbart den eigentlichen Zweck dieser künstlerischen Arbeit.

Die zwei Siegerprojekte sollen im Frühjahr 2010 umgesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.publicart.at


„Kennen Sie Paltram?“ Eine Zeitreise durch das jüdische St. Pölten

Veranstaltung zum Jubiläum 850 Jahre St. Pölten
Samstag, 12. 9. 2009, 19 Uhr 30, Ehemalige Synagoge St. Pölten
Eintritt frei!

Seit dem Mittelalter wirkten jüdische Persönlichkeiten in St. Pölten, zum Wohl ihrer Gemeinde und der ganzen Stadt. Dieser Abend ist ein historischer und musikalischer Streifzug durch die Jahrhunderte, der ihre Geschichte mit den Werken jüdischer Komponisten verbindet.

Mit den Mitarbeiter/innen des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs und dem Trio ATURJA (Junko Tsuchiya, Klavier; Lukas Thenius, Violine; Taner Türker, Violoncello)

Programm

Herbert Zipper (1904 Wien-1997 Santa Monica): Dachau-Lied (Dachau 1938, Text: Jura Soyfer)
Viktor Ullmann (1898 Teschen-1944 Auschwitz): Aus dem Streichquartett Nr. 3 op. 46 (Theresienstadt 1943)

Christoph Lind: Vertreibung und Vernichtung

Alexander von Zemlinsky (1871 Wien-1942 Larchmont/New York): Andante aus dem Klaviertrio d-moll op. 3 (Wien 1896)

Martha Keil: Die Gemeinde in der Blüte

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 Hamburg-1847 Leipzig): Molto allegro agitato aus dem Klaviertrio d-moll op. 49 (Leipzig und Frankfurt am Main 1839)

Birgit Wiedl: Die Anfänge der Gemeinde

Salamone Rossi (1550-1630 Mantua): Canzon à 4 & Gagliarda detta "La Zambalina"

Barbara Staudinger: Landjuden und Tolerierte

Guglielmo Ebreo (1420 Pesaro-1484 Florenz): Falla con misuras (La Bassa Castiglia)

Eveline Brugger: Kennen Sie Paltram?

Nachspiel: Sholom Secunda (1894 Russland-1974 New York): “Dos Kelbl” (New York 1940, Text: Aaron Zeitlin)

Hans Krása (1899-1944 Auschwitz): Aus der Kinderoper „Brundibár“ (Prag 1938, ab 1943 55 Aufführungen in Theresienstadt)


Salondamen und Dienstboten. Jüdisches Bürgertum um 1800 aus weiblicher Sicht

19. Internationale Sommerakademie

5. bis 8. Juli 2009
Veranstaltungsorte: Erste Bank, Wien 1, Petersplatz 7 (6. und 8. 7.)
Palais Mollard, Wien 1, Herrengasse 9 (7.7.)

Konzept und Organisation:
Martha Keil (INJOEST), Dieter Hecht
Stefanie Schüler-Springorum, Andreas Brämer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg)

Ehrenschutz: Leslie Bergman

Eintritt frei!
Eine Anmeldung für die Vorträge der Sommerakademie ist nicht notwendig. Bitte beachten Sie die beiden verschiedenen Veranstaltungsorte!

Inhalt
Unsere diesjährige Tagung vereinigt mehrere Themen und Fragestellungen: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Geschichte der Unterschichten, Alltagsgeschichte und die jüdische Geschichte in Deutschland und Österreich am Vorabend der Emanzipation. Die kurze Periode zwischen den Toleranzpatenten 1782 und der Revolution 1848 ist ein enorm wichtiger Zeitabschnitt, der die späteren Entwicklungen zu Reformjudentum und moderner Orthodoxie entscheidend prägte. Die Auseinandersetzungen zwischen Orthodoxie und Modernität trugen maßgeblich auch gebildete Frauen mit, deren Salons ein Ort des Diskurses jüdischer und christlicher Intellektueller und Künstler zu den politischen und sozialen Fragen der Zeit waren. Ob der „Mythos des Salons“ allerdings von der Forschung aus verschiedenen Motiven idealisiert wurde, wird bei der Tagung kritisch diskutiert. Dass hier auch die Dienstboten, deren Arbeit die gesellschaftlichen Ereignisse erst ermöglichte, aus den Quellen sichtbar gemacht werden, ist ein Novum und Forschungsdesiderat.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte der deutschen Juden (Hamburg)

Hier finden Sie einen Online-Tagungsbericht!

Gefördert von:
Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg
Erste Bank
Wien Kultur
Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden e. V.

Programm


Gleich dem kleinen Häuflein der Makkabäer. Die jüdische Gemeinde in Simmering

Buchpräsentation

Herbert Exenberger „Gleich dem kleinen Häuflein der Makkabäer. Die jüdische Gemeinde in Simmering“
Hrsg. v. Dr. Eleonore Lappin-Eppel im Auftrag des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs in der Schriftenreihe „Jüdische Gemeinden“, Mandelbaum-Verlag, Wien 2009.

Donnerstag, 23.04.2009, 19.00 Uhr
Bezirksmuseum Simmering
Adresse: Festsaal des Amtshauses, 1110 Wien, Enkplatz 2

Gemeinsam mit dem Mandelbaum-Verlag ladet das Bezirksmuseum Simmering am Donnertag, 23. April 2009 um 19 Uhr zur Präsentation des Buches im Festsaal des Amtshauses, 1110 Wien, Enkplatz 2, ein.

Vergeblich sucht man bei dem ersten Chronisten Simmerings, Ernst Carl Gatter, der im Jahre 1883 sein Buch „Denkwürdigkeiten der Gemeinde Simering in Niederösterreich“ präsentierte, nach Informationen über die damals schon größere jüdische Gemeinde dieses Orts. Immerhin waren, um hier zwei Beispiele anzuführen, 1863 der erste jüdische Bethausverein –die Israelitischen Betgenossenschaft – gegründet und 1875 eine jüdische Religionsschule eingerichtet worden.

Vor mehr als zwanzig Jahren begann Herbert Exenberger im Rahmen des Bezirksmuseums Simmering über die jüdische Bevölkerung zu recherchieren, bekam jedoch immer wieder die Frage zu hören: „Gab es denn überhaupt Juden in Simmering?“ Die meisten dieser Personen vermuteten Juden in Simmering nur auf den jüdischen Abteilungen des 1. und 4. Tores des Wiener Zentralfriedhofes. Andere wieder waren überzeugt, dass alle Juden reich wie Rothschild wären.
Der Wunsch, solchen Fragen und Meinungen entgegenzutreten, bestimmte zunächst die Nachforschungen. Denn nur ganz wenige jüdische Familien Simmerings gehörten zum Großbürgertum, welche das Klischee der zerstörten jüdischen Gemeinde Wiens bestimmen, sie waren aber auch keine strenggläubigen Chassidim, sondern meist kleine Händler, Handwerker, Arbeiter und Gewerbetreibende.
Enthalten sind Informationen über die jüdischen Vereine in Simmering, über die Bedeutung der Synagoge in der Braunhubergasse für das religiöse, geistige und kulturelle Leben der jüdischen Gemeinde, über die Auswirkungen und den Leidensweg der Simmeringer jüdischen Männer, Frauen und Kinder während der nazistischen Gewaltherrschaft bis hin zu symbolischen „Gedenktafeln“ für die Simmeringer Opfer der Shoah.
Thematisiert wird selbstverständlich auch die bedrückende soziale Situation vieler Simmeringer Juden, etwa in den Abschnitten „Hausierer – Kleinhändler –Tödler“ oder über die „Jüdischen Familien im Barackenlager Hasenleiten“.

Das Buch versteht sich als „Erinnerungszeichen“ an die Simmeringer jüdische Gemeinde, vergleichbar auch mit den jüdischen Memor-Büchern, die Wissen über zerstörte jüdische Gemeinden bewahren. Den erwähnten Simmeringer Jüdinnen und Juden soll ihre Identität wiedergegeben und ihre Namen der Vergessenheit entrissen werden.


9. Gedenkfahrt nach Engerau

Vortrag von Dr. Eleonore Lappin

beim Mahnmal für die ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter auf dem Friedhof von Petržalka (Engerau) / Bratislava

und beim Gedenkstein für ungar.-jüd. Zwangsarbeiter auf dem Friedhof und im Kurpark von Bad Deutsch-Altenburg

Sonntag, 29. März 2009
Abfahrt 8.00 Uhr (Sommerzeit)
Rückkehr: ca. 18 Uhr

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier!


"Die Kriegskassen voll jüdischem Geld?"

Der Beitrag der österreichischen Juden zur Kriegsfinanzierung im Spätmittelalter

Vortrag von Dr. Birgit Wiedl

Freitag, 27. März 2009, 10 Uhr 45

im Rahmen der Tagung

"Krieg und Wirtschaft"
der Universität Graz und des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung
(25.-27. März 2009)

Senatssaal des Universitätshauptgebäudes, Universitätsplatz 3/1


Die Todesmärsche ungarischer Jüdinnen und Juden durch die Steiermark

Vortrag von Dr. Eleonore Lappin

im Rahmen der Tagung
"NS-Herrschaft in der Steiermark. Terror – Verfolgung – Widerstand"

30. Jänner 2009, 11.00–13.00 Uhr
Karl-Franzens-Universität Graz, Resowi-Zentrum, Universitätsstraße 15, 8010 Graz
(SZ 15.21, Bauteil A/II)

Veranstaltet von:
Centrum für Jüdische Studien, CLIO. Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit, Institut für Geschichte (Abteilung Zeitgeschichte), Ludwig Boltzmann Institut für Gesellschafts- und Kulturgeschichte

Panel 5: NS-Terror: Verfolgung und Widerstand II
Gerald Lamprecht (Graz): Die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in der Steiermark
Michael Teichmann, Roman Urbaner (Graz): Die Verfolgung von Roma und Sinti in der Steiermark
Birgit Poier (Graz): Euthanasie in der Steiermark
Eleonore Lappin (Wien/St.Pölten): Die Todesmärsche ungarischer Jüdinnen und Juden durch die Steiermark

E-mail CJS
Website für weitere Informationen
Der Beitrag ist unter nachles- und hörbar!


Sonderlager für ungarische Juden

Vortrag von Dr. Eleonore Lappin
im Rahmen des Workshops

Lager im NS-Herrschaftssystem
Wiepersdorf, 22. und 23. Januar 2009

22. Januar, 13.30 Uhr:

Lagertypen I
· Zwangsarbeitslager für Juden, Mario Wenzel
· Erweiterte Polizeigefängnisse und Polizeihaftlager, Elisabeth Thalhofer
· Lager für ausländische Zivil- und Zwangsarbeiter, Carina Baganz
· Durchgangslager, Angelika Königseder

Lagertypen II
· Sonderlager für ungarische Juden, Eleonore Lappin
· Jugendschutzlager, Beate Kosmala
· Lager der „Organisation Schmelt“, Andrea Rudorff
· Arbeitserziehungslager, Cord Pagenstecher

Regionen I
· Serbien, Holm Sundhaussen
· Kroatien, Maria Vulesica
· Weißrussland, Petra Rentrop
· Transnistrien, Svetlana Burmistr


Deutsch-jüdische Presse und jüdische Geschichte

Buchpräsentation

15. Januar 2009, 18.30 Uhr
Jüdisches Museum Wien
Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Eleonore Lappin, Michael Nagel (Hg.), Deutsch-jüdische Presse und jüdische Geschichte: Dokumente, Darstellungen, Wechselbeziehungen / German-Jewish Press and Jewish History: Documents, Representations, Interrelations, 2. Bde. Bremen 2008

Univ. Prof. Dr. Fritz Hausjell, Institut für Publizistik der Universität Wien im Gespräch mit der Herausgeberin
Dr. Eleonore Lappin, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten,
und dem Herausgeber
Univ. Prof. Dr. Michael Nagel, Institut für Deutsche Presseforschung der Universität Bremen

Zum Buch

Die historische deutsch-jüdische Presse gewinnt in der aktuellen Forschung an Bedeutung. Zunehmend wird erkannt, dass diese Presse zeit ihres Bestehens innerhalb der jüdischen Geschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Detailreich und differenziert forcierten die historischen jüdischen Zeitungen und Zeitschriften seit der Haskalah eine teils innerjüdische, teils in die Allgemeinheit zielende Diskussion um jüdische Belange auf den Feldern des politischen, des gesellschaftlichen, des religiösen und des kulturellen Lebens. Dem heutigen Leser erschließen sich in diesen Blättern die Ziele und Anliegen, das geschichtliche Verständnis und die Zukunftsvorstellungen des deutschen und des deutschsprachigen Judentums in anderen Ländern von der Aufklärung bis in die Gegenwart.
Das vorliegende zweibändige Werk bietet einen Überblick über zweihundert Jahre deutsch-jüdische Presse und jüdische Geschichte im deutschsprachigen Raum.


Ungleichheiten. Judenrecht und jüdisches Recht in Spätmittelalter und Frühneuzeit

Vortragsreihe am Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung
Praterstern 1, 1020 Wien, 18 Uhr 30

Das weite rechtliche und soziale Feld der "Ungleichheiten" war im Jahr 2008 Thema des Deutschen Historikertages. Wir nehmen die Idee auf und untersuchen anhand von vier Fragestellungen Ungleichheiten im Judenrecht - dem Recht, das die Obrigkeit über Juden verhängt - und im jüdischen, rabbinischen Recht. Es zeigt sich, dass je nach Standpunkt Recht als Ungleichheit empfunden wurde oder Ungleichheit von Vorteil sein konnte.

7. Jänner 2009: Dr. Eveline Brugger
Daz die verfluchten juden vil pezzer recht habent. Die Rechtsstellung der mittelalterlichen Juden aus christlicher Sicht

14. Jänner 2009: Dr. Barbara Staudinger
Gleich oder doch ungleich? Jüdische Kauffrauen in der Frühen Neuezeit

21. Jänner 2009: Dr. Martha Keil
Aguna (die "Verankerte") - Rabbinische Strategien gegen Härtefälle im Eherecht

28. Jänner 2009: Dr. Birgit Wiedl
In unser besunder scherm genommen haben ir leib und gut. Sonderprivilegien einzelner Juden im Spätmittelalter


Vertriebenes Recht. Auswirkungen des Anschlusses 1938 auf die Rechtswissenschaften in Wien

Copyright: Karen Frostig

25.11.2008
16:30h - 20:00h
Juridicum
Schottenbastei 10-16
1010 Wien / Aula und Dachgeschoß

Veranstalter: Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien in Kooperation mit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs und dem DÖW

Am 25. November wird die Ausstellung mit dem Titel „Erinnerungen im Exil - Exiled Memories“ am Juridicum eröffnet. Es handelt sich dabei um Installationen von der in den USA lebenden Tochter eines 1938 geflüchteten Absolventen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Die Veranstaltung dient auch der Vorbereitung auf eine Ringvorlesung im Sommersemester 2009, welche der Geschichte der Institute der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zwischen 1938 und 1945 gewidmet sein wird.

Programm

Aula
16:30h Begrüßung: Dekan O. Univ.-Prof. DDr. Heinz Mayer
16:45h Ansprache und Eröffnung: Bundesministerin für Justiz Dr. Maria Berger
17:00h Führung durch die Installation: Prof. Karen Frostig PhD, Lesley University & Visiting Scholar, Brandeis University

Dachgeschoß
17:45h Kaffeepause
18:15h Akademisches Programm: Univ.-Prof. Dr. Clemens Jabloner, Präsident des Verwaltungsgerichtshofes; Hon.-Prof. Dr. Irmgard Griss, Präsidentin des Obersten Gerichtshofes
19:00h Lesung aus Zeitzeugnissen: Otto Tausig
19:45h Egon Wellesz · Streichquartettsatz: Streichquartett der Wiener Akademischen Philharmonie


Zwischen Archiv und Synagoge: Max Grunwald als Rabbiner und Historiker

16. November 2008, Misrachi- Haus
Judenplatz 8, 1010 Wien

Vortrag von Dr. Barbara Staudinger

im Rahmen des Symposiums
"Die jüdische Gemeinde im Wien des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts"

Information und Anmeldung bei Misrachi Österreich:
Tel: 0676 - 840 111 202
Fax: 01 - 214 8010
e-mail: info@misrachi.at


Widersprechen. 1938-2008

Sonntag, 9. 11., 18.30 Uhr

Zwischen 9. und 11. November 2008 jährt sich der Pogrom gegen Synagogen und jüdische Menschen zum 70. Mal:

Gedenken vor der ehemaligen Synagoge
Als sichtbares Zeichen können Sie vor dem Gedenkstein Grablichter aufstellen.

ab ca. 19.00 Uhr: Stadtmuseum St. Pölten
Prandtauerstraße 2, St. Pölten
Eintritt frei!

Barbara Wolflingseder & Andre Blau präsentieren Literatur zum Gedenkjahr:

* Texte von Autoren der Zeit um 1938, deren Bücher später von den Nazi-Machthabern als "entartete Kunst"
oder "undeutscher Geist" verboten und/oder verbrannt wurden.

* Texte der Nachkriegszeit, die sich gegen das "Vergessen" der NS-Vergangenheit und gegen das Verdrängen
des immer gegenwärtigen, bedenklichen Nationalismus und Alltagsfaschismus richten.

* Texte von Autoren der Gegenwart, die sich mit den gerade heute wieder stärker werdenden Tendenzen zu Intoleranz und Diskriminierung auseinandersetzen.

Musik: Martina Cizek - Saxophon


Mobile der Geschichte

Ein alternatives Konzept zur Vermittlung von Zeitgeschichte

7. November 2008, 9.30-13.30
Lokal VI, Parlament


1938. Auftakt zur Shoah in Österreich. Orte - Bilder - Erinnerungen

Buchpräsentation und Vortrag

4. November 2008, 19.00 Uhr
stadtmuseumgraz, Sackstraße 18, 8010 Graz

In Kooperation mit erinnern.at und dem Centrum für Jüdische Studien

Dr. Eleonore Lappin (Historikerin, St. Pölten)
Dr. Michaela Raggam-Blesch (Historikerin, Wien)
Dr. Dieter J. Hecht (Historiker, Wien)
Dr. Heidemarie Uhl (Historikerin, Wien)

Nach 1945 fand die Erinnerung an die mehr als 65.000 österreichischen Opfer der Shoah lange Zeit kaum Eingang in das österreichische Geschichtsbewusstsein: Die Zweite Republik stellte sich selbst als "erstes Opfer" des Nationalsozialismus dar.
Den Jüdinnen und Juden, die durch das NS-Regime verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, eine Stimme zu geben, dem Gedächtnis an die Opfer der Shoah im Gedenkjahr
2008 Präsenz zu verleihen, ist ein Ziel der Publikation.


Die „Wahrheit“ der Erinnerung“. Jüdische Lebensgeschichten

Buchpräsentation

Mittwoch, 29. Oktober 2008
18.30 Uhr
Jüdischen Museum Wien


Eleonore Lappin und Albert Lichtblau (Hrsg.)
Die „Wahrheit“ der Erinnerung“. Jüdische Lebensgeschichten
Studienverlag, Innsbruck u. a. 2008

Mit Beiträgen von:
Andrei Corbea Hoisie, Silvia Cresti, Maria Ecker, Armin Eidherr, Dieter Hecht, Johannes Hofinger, Wilma Iggers, Gerhard Jost, Eleonore Lappin, Albert Lichtblau, Renate Meissner, Karl Müller, Katalin Pécsi, Andrea Petö, Alexander von Plato, Michaela Raggam-Blesch, Josef Shaked, Karin Stögner, Niko Wahl

Doron Rabinovici liest aus seinem Roman "Ohnehin".

Maria Ecker und Karin Stögner sprechen mit der Herausgeberin Eleonore Lappin und dem Herausgeber Albert Lichtblau über ihre Erfahrungen bei Interviews mit jüdischen Überlebenden.

Die „,Wahrheit' der Erinnerung" war ein Tagungstitel, der heftigere Reaktionen auslöste als erwartet. Denn damit wurde die Authentizität von Lebenserinnerungen in Frage gestellt — und dies gerade auf dem sehr heiklen und belasteten Gebiet der jüdischen Lebenserinnerungen und der Erinnerung an die Shoah. Die in diesem Band versammelten Beiträge wollen die Bedeutung der Lebenserinnerungen für die Forschung nicht schmälern, sie zeigen vielmehr die Spannbreite der Zugänge zu dem, was Forschende unter „Erinnerung“, „Gedächtnis“, Autobiographischem verstehen. Sie setzen diese Begriffe immer wieder in Relation zu dem Begriff der „Wahrheit“. Den inneren Kern der „Wahrheit der Erinnerung“ von verschiedenen Perspektiven aus kritisch zu beleuchten, war eines der Anliegen der Tagung. Erinnerung soll also keineswegs entwertet, sondern, im Gegenteil, ihr Stellenwert und somit ihre Bedeutung für die Zukunft sichtbar gemacht werden.


Die Wurzeln des Zionismus. Von Moses Hess bis Theodor Herzl

23. Oktober 2008, 16 Uhr
Universitätscampus (ehemaliges AKH) Hörsaal D

Vortrag von Dr. Elenore Lappin

im Rahmen der Ringvorlesung an der Universtität Wien
"60 Jahre Staat Israel - Aspekte aus Geschichte und Gegenwart"

Programm


Geschichte der Juden in Österreich

Sektion S des 25. Österreichischen Historikertags (16.-19.9.2008)

16. September 2008
Ausstellungssaal der NÖ Landesbibliothek
14 Uhr 30 - 17 Uhr 30


Vorsitz: Dr. Martha Keil

Eveline Brugger
"Minem herren dem hertzogen sein juden" - die Beziehung der Habsburger zu "ihren" Juden im spätmittelalterlichen Österreich

Barbara Staudinger
"Was braucht ein Jud einen Papagei?" Hofjuden zwischen Kulturtransfer und Judenhass in der Frühen Neuzeit

Christoph Lind
Gemeinderäte, Bürgermeister, Honoratioren? Juden im Öffentlichen Leben Niederösterreichs 1867-1938

Das Programm und weitere Informationen zum 25. Österreichischen Historikertag finden Sie hier.

»Bei uns war ein wirklich jüdisches Leben« Die Kultusgemeinde St. Pölten und ihre Vernichtung

DAUERAUSSTELLUNG

Eröffnung und Festakt zum 20jährigen Bestehen des Instituts
Sonntag, 7. September 2008, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge St. Pölten

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier. Einen Beitrag von Martha Keil zur Ausstellung finden Sie hier!

Für die Unterstützung der Ausstellung danken wir:
Land Niederösterreich – Kultur, Stadt St. Pölten, Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Zukunftsfonds der Republik Österreich, Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

Konzert der Gruppe Kohelet 3 (Linz)

Kohelet 3
Balkangroove, Klesmer und Jazz, Slowenisch, Ukrainisch und Jiddisch, Musik vom Salzkammergut bis Georgien – eine höchst lebendige, rhythmische und beherzte Mischung:
Ewa Hanushevsky: Altsaxophon, Lead-Vocals; Bohdan Hanushevsky: Akkordeon, Gitarre, Lead-Vocals; Kurt Edlmair: Klarinette, Vocals; Barni Girlinger: Trompete, Flügelhorn


Die Willkür der Zahlen. Jubiläen und Gedenken in der jüdischen Geschichte

20 Jahre INJOEST (1988-2008)

18. Internationale Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs
1. – 3. Juli 2008, BAWAG-P.S.K Kulturzentrum, Wien 1, Seitzergasse 2-4

Konzept und Organisation: PD Dr. Martha Keil und Dr. Barbara Staudinger
Ehrenschutz: Leslie Bergman

Programm


Konzert

mit Einführung: „Salomon Rossi, ein jüdischer Barockkomponist“
Donnerstag, 5. Juni, 19.00 Uhr, ehemalige Synagoge

Gemeinsam mit dem Blockflötenconsort der Musikschule St. Pölten, Leitung: Mag. Hemma Geitzenauer; historische Einführung: Martha Keil


„Grüß mich Gott“

Christoph Wagner-Trenkwitz liest Karl Farkas und Fritz Grünbaum

Freitag, 16. Mai, 19.30 Uhr
Ehemalige Synagoge St. Pölten
Dr. Karl Renner-Promenade 22
3100 St. Pölten

Musikalische Gestaltung:
Schüler/innen des BG Piaristengasse Krems, der Musikhauptschule Herzogenburg und des BRG/BORG St. Pölten

Ein Benefizabend für den Verein Young, x-point Schulsozialarbeit (www.young.or.at)

Eintritt:
€ 17.- Abendkassa, 15.- Vorverkauf (margot.mueller@young.or.at), 10.- SchülerInnen/StudentInnen


Synagogalkonzert

JERUSALEM

Oberkantor Shmuel Barzilai (Wien) und das Vienna Klezmer Trio

Der in Jerusalem geborene Shmuel Barzilai, Oberkantor am Stadttempel in Wien, singt traditionelle Synagogalmusik, aber auch jiddische Klesmer-Lieder und Songs aus Israel.

Sergy Bolotney, Violine
Alexander Shevchenko, Akkordeon
Maciej Golebiowski, Klarinette

Mittwoch, 14. Mai 2008, 19 Uhr 30
Ehemalige Synagoge St. Pölten
Dr. Karl Renner-Promenade 22
3100 St. Pölten

Eintritt gegen Spende


Führungen in St. Pölten

"Auf den Spuren der Juden in St. Pölten"
Dr. Christoph Lind
5.5. und 2.6. 2008, 19 Uhr

"Der jüdische Friedhof St. Pölten"
Dr. Martha Keil
26.5., 18 Uhr


Buchpräsentation

Titelbild 1938. Auftakt zur Shoah in Österreich

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte laden in Kooperation mit dem
Institut für jüdische Geschichte Österreichs St. Pölten zur Buchpräsentation ein:

1938. Auftakt zur Shoah in Österreich. Orte - Bilder - Erinnerungen

Hrsg. von Dieter J. Hecht, Eleonore Lappin, Michaela Raggam-Blesch, Lisa Rettl und Heidemarie Uhl
Milena Verlag Wien, 48 Seiten

10. März 2008, 18.00 Uhr
Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien

Grußworte
Univ.-Prof. Dr. Peter Schuster, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (angefragt)
Mag. Manfred Wirtitsch, BMUKK, Abteilung Politische Bildung, www.erinnern.at

Podiumsgespräch zum Jahr 1938
Eleonore Lappin und Heidemarie Uhl im Gespräch mit
Jonny Moser und Otto Tausig

Jonny Moser, geb. 1925 in Parndorf, Burgenland, überlebte zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester mehrere ungarische Lager und zuletzt als Mitarbeiter von Raoul Wallenberg den Nyílas-Terror 1944/45. 1945 Rückkehr nach Österreich, lebt als Historiker in Wien.

Otto Tausig, geb. 1922 in Wien, 1939 Flucht mit dem Kindertransport nach England. Seine Eltern flohen nach Shanghai, wo der Vater 1943 starb, die Mutter kehrte 1947 nach Wien zurück. 1946-1956 Schauspielausbildung und erste Tätigkeit als Schauspieler und Regisseur in Wien, 1956 Übersiedlung nach Ostberlin und 1960 nach Zürich. Seit 1970 lebt und arbeitet Otto Tausig wieder als Schauspieler und Regisseur in Wien.

Informationen zum Buch


Jüdische Geschichtsschreibung in Österreich: Konzepte und Persönlichkeiten
Vortragsreihe am Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung

9. 1. 2008: Barbara Staudinger
Die Entdeckung der Hofjuden: Max Grunwald und Bernhard Wachstein
16. 1. 2008: Wolfgang Gasser
Erzieher, Journalisten und Gelehrte - Benjamin Kewall und Gerson Wolf (Vormärz, Revolution)
23. 1. 2008: Christoph Lind
Aron Tänzer und Hans Tietze: zwei jüdische Historiker im Vergleich. (19. und frühes 20. Jdht)
30. 1. 2008: Eleonore Lappin im Gespräch mit Prof. Jonny Moser
Forschungen zum Holocaust in Österreich

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