Zinsverbot und Judenschaden. Jüdisches Geldgeschäft im mittelalterlichen Aschkenas
Reihe: Juden in Mitteleuropa, Ausgabe 2010
72 Seiten, 7,- Euro, erhältlich im Buchhandel oder direkt bestellen unter office@injoest.ac.at, ISBN 9-190001-012506-10
Kaum ein anderes Themenfeld der mittelalterlichen jüdischen Geschichte ist so sehr mit Vor- und Fehlurteilen behaftet wie das jüdische Geld- und Kreditgeschäft. Ziel des Heftes ist es daher, die mittelalterliche Realität des jüdischen Geldgeschäfts anhand aktueller Forschungsergebnisse unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten. Die wirtschaftliche Rolle jüdischer Darlehen und die Auswirkungen, die diese Rolle auf die jüdischen Geldgeber hatte, wird der literarisch-propagandistischen Verarbeitung des Wuchervorwurfs im Mittelalter gegenübergestellt. Fragen zur technischen Abwicklung jüdischer Kredite werden ebenso behandelt wie die rechtliche Basis dieser Geschäfte im Spannungsfeld zwischen weltlicher Judenherrschaft, Kirchenrecht und innerjüdischen Rechtssätzen.
Inhalt
Sabine Hödl
Editorial
Eveline Brugger
Zinsverbot und Judenschaden. Jüdisches Geldgeschäft im mittelalterlichen Aschkenas
Gerhard Langer
Die unverrückbare Hoffnung auf eine gerechte Gesellschaft. Anmerkungen zum biblischen Zinsverbot
Stefan Schima
Das kanonische Zinsrecht und die Juden
Martha Keil
Konflikt und Fairness. Geldleihe und mittelalterliche jüdische Gemeinde
Markus J. Wenninger
Sonderprivilegien für jüdische Geschäftsleute
Birgit Wiedl
Juden im Rahmen der habsburgischen Kriegsfinanzierung im 14. Jahrhundert
Christian Domenig
Die "Hausbank" der Grafen von Cilli

